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Unwetter in Österreich und Deutschland

Sturm reißt Festzelt in Österreich ein - zwei Tote

Bei einem Sturm in Oberösterreich sind zwei Menschen ums Leben gekommen, mehr als 100 wurden zum Teil schwer verletzt. Heftige Böen hatten ein Festzelt umgerissen. In Bayern wurde ein Festival abgesagt.

Das Unglück passierte beim Auftakt eines alljährlichen Sommerfestes der Freiwilligen Feuerwehr in St. Johann am Walde rund 70 Kilometer südlich von Passau. Rund 650 Besucher befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks auf dem Gelände.

Bei den Toten handelt es sich um einen 28-jährigen Einheimischen und eine 19-jährige Rumänin, die in der Nähe des Unglücksortes lebte. Die Unglücksstelle war am Morgen ein Ort der Verwüstung. Biertische und Bänke lagen umgestürzt am Boden. Darauf waren die Pfosten und Rohre der Zeltkonstruktion gekracht. Zerrissene Zeltplanen lagen dazwischen. Holzteile- und Metallstangen ragten in die Luft.

Großeinsatz für die Hilfskräfte in St. Johann am Walde (picture alliance/APA/dpa/M. Fesl)

Großeinsatz für die Hilfskräfte in St. Johann am Walde

Die Menschen seien in Panik davon gerannt und hätten versucht, sich zwischen parkenden Autos in Sicherheit zu bringen, berichtete die lokale "Bezirksrundschau". Blutüberströmte Menschen seien nach Angaben von Anwesenden umhergeirrt. Das Festgelände liegt in einem Waldgebiet, es sei selbst für die Feuerwehr schwer zugänglich. Die Verletzten seien "durch die herumfliegenden Gegenstände, unter anderem durch Gerüstbauteile des Zeltes"  getroffen worden, so die Polizei. Das Frauscherecker Zeltfest findet seit 1979 statt und lockt jedes Jahr mit Musik und "Bierzeltgaudi" hunderte Besucher an.

Auch Deutschland betroffen

Auch in Teilen Deutschlands wüteten Stürme und Starkregen. Wegen des heftigen Unwetters musste der letzte Tag des Chiemsee-Summer-Festivals in Bayern komplett abgesagt werden. Die Verwüstung auf dem Gelände bei Traunstein und die Schäden an den Bühnen seien zu groß, sagten die Veranstalter.

Das Unwetter mit starken Sturmböen hinterließ eine Spur der Verwüstung: Sogar das für Starkwinde ausgelegte Hauptzelt auf dem Chiemsee Summer sei beschädigt worden. An einem Riesenrad wurden Gondeln nach Polizeiangaben vorsorglich abmontiert.

Notunterkünfte für Besucher

Auch die Besucher des Festivals blieben nicht verschont: 50 Menschen mussten medizinisch behandelt werden. Darunter auch viele, die durch die Ereignisse verängstigt waren und psychologische Betreuung in Anspruch nahmen, wie die Organisatoren sagten. 20 Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden, teilte ein Pressesprecher mit.

Die Festival-Veranstalter hatten Verletzte über Soziale Netzwerke zu Sanitätern dirigiert. Weil die Campingplätze total verwüstet wurden, öffneten Notunterkünfte für die Besucher.

cgn/HF (afp, dpa, rtre)