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Doping

Sturm nach Boxkampf positiv getestet

Dem deutschen Profibox-Sport droht ein spektakulärer Dopingskandal: Felix Sturm, Weltmeister des Boxverbandes WBA, bestätigt eine positive A-Probe nach seinem letzten WM-Kampf.

WBA-Weltmeister Felix Sturm ist nach seinem Sieg in der WM-Revanche gegen den Russen Fjodor Tschudinow in der A-Probe positiv auf die anabole Substanz Hydroxy-Stanozolol getestet worden. Eine entsprechende Meldung des "Kölner Express" bestätigte Sturm dem Sport-Informations-Dienst (SID) am Samstag.

Sturm hatte am Vortag durch eine Mail seitens der World Boxing Association von dem positiven Befund erfahren. "Das ist alles sehr komisch. Der Bund Deutscher Berufsboxer als Ausrichter des Kampfabends ist überhaupt nicht informiert worden, nur ich und mein Fitnesstrainer", sagte Sturm dem SID. "Ich bin sicher hundertmal getestet worden, mit Blut und Urin. Nie hat es was gegeben. Ich habe ein absolut reines Gewissen. Ich werde jetzt einen Anwalt nehmen."

"Es gilt die Unschuldsvermutung"

Auch Thomas Pütz, Präsident des Bundes Deutscher Berufsboxer (BDB), bestätigte Sturms positiven Doping-Test. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte Pütz, er sei am vergangenen Freitag über die positive A-Probe informiert worden. Es handele sich um eine Substanz aus dem Bodybuilding-Bereich, sagte der BDB-Präsident. "Felix Sturm hat die Möglichkeit zur Stellungnahme. Für uns gilt die Unschuldsvermutung. Ich glaube nicht, dass er bewusst etwas genommen hat", betonte Pütz.

Der 37 Jahre alte Supermittelgewichtler hatte am 20. Februar in Oberhausen durch einen Punktsieg gegen den zuvor noch unbezwungenen Tschudinow den Gürtel der WBA zurückerobert. Er war mit diesem Triumph als erster Deutscher zum fünften Mal Weltmeister geworden. Sturm droht bei normalem Verlauf zunächst eine Suspendierung durch die WBA. Ihm wurde eine Frist von rund drei Wochen eingeräumt, um zu dem Vorgang Stellung zu nehmen.

"Ich werde auf alle Fälle die B-Probe öffnen lassen", kündigte Sturm dem SID an. Sollte die B-Probe ebenfalls positiv ausfallen, würde eine Regelsperre von zwei Jahren folgen. Dies wäre angesichts seines Alters beinahe gleichbedeutend mit dem Karriereende. Angst vor einem solchen Szenario hat Sturm aber nicht: "Nein, ich habe kein schlechtes Gewissen, es ärgert mich nur unheimlich."

ck/sn (sid, dpa)

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