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Aktuell Amerika

Sturm "Isaac" nimmt Kurs auf US-Golfküste

Mit starken Regenfällen ist der Tropensturm über die Südküste Floridas hinweggezogen. Im Golf von Mexiko ist nun die Öl- und Gasförderung bedroht. Es wird erwartet, dass "Isaac" bald Hurrikanstärke erreichen wird.

Sandsäcke und Bretter sind der einzige Schutz für zahlreiche Häuser in den Florida Keys. Tausende Menschen hatten die Region schon tags zuvor sicherheitshalber verlassen. Meteorologen rechnen damit, dass sich "Isaac" über dem warmen Wasser des Golfs von Mexiko nun zu einem Hurrikan der Kategorie 2 mit Windgeschwindigkeiten verstärken wird und am späten Dienstagabend oder Mittwochmorgen (Ortszeit) die nördliche US-Golfküste erreicht.

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isaac # 27.08.2012 # Journal Deutsch

Neben Florida haben die US-Bundesstaaten Louisiana, Mississippi und Alabama den Notstand ausgerufen. Damit werden Gelder und Mittel zum Schutz vor dem Sturm bereitgestellt, zudem erließen die Gouverneure Evakuierungsanordnungen. Das gefährdete Gebiet zwischen dem westlichen Teil Floridas und Louisiana schließt New Orleans ein, wo fast auf den Tag genau vor sieben Jahren Hurrikan "Katrina" wütete. Damals kamen mehr als 1800 Menschen in folge des Hurrikans ums Leben.

Öl- und Gasförderung im Golf von Mexiko unterbrochen

Wegen der Hurrikan-Gefahr beschloss der britische Ölkonzern BP die Öl- und Gasförderung im Golf von Mexiko zu stoppen. Unter den geschlossenen sieben Plattformen befinde sich auch die weltgrößte Plattform "Thunder Horse", teilte der Konzern mit. Damit könnte bis zu 50 Prozent der US-Offshore-Ölförderung zeitweise unterbrochen werden.

BP-Konkurrent Chevron teilte mit, einen Teil seiner Mitarbeiter aus dem Gefahrengebiet zu holen. Ein Produktionsstopp ist demnach jedoch nicht vorgesehen. Auch der Konzern Anadarko wollte Mitarbeiter in Sicherheit bringen und die Produktion auf einigen Plattformen vorübergehend einstellen.

Tropensturm verzögert Romneys Kür

Techniker arbeiten an der Bühne für den republikanischen Parteitag in Tampa, Florida (Foto: Reuters)

Der Tropensturm veranlasst die Republikaner, ihren Parteitag zu verschieben

Zuvor hatte die NASA einen geplanten Raketenstart auf Donnerstag verlegt und auch die US-Republikaner sahen sich gezwungen, den Beginn ihres Parteitags zur Kür ihres Präsidentschaftskandidaten vorsichtshalber um einen Tag zu verschieben. Das Treffen in Tampa in Florida soll nun erst am Dienstag beginnen. Dort werden zehntausende Teilnehmer erwartet, die Mitt Romney offiziell zum Herausforderer des demokratischen Amtsinhabers Barack Obama bestimmen sollen.

Sturmopfer in der Karibik

Die bislang folgenschwersten Verwüstungen richtete "Isaac" im Karibikstaat Haiti an, wo mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen sind. Unter den Opfern sei ein achtjähriges Mädchen, das von einer einstürzenden Hausmauer erschlagen worden sei, teilte der Zivilschutz in der Hauptstadt Port-au-Prince mit. Den Angaben zufolge wurden 5000 Menschen in Sicherheit gebracht. Fast 20 Notzelte, die nach dem schweren Erdbeben von 2010 aufgestellt worden waren, wurden ebenfalls geräumt. Bei dem Erdbeben waren damals in Haiti 250.000 Menschen ums Leben gekommen. Seitdem leben in dem bitterarmen Land noch immer rund 400.000 Menschen in Zeltstädten.

GD/nis (afp, rtr, dapd)

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