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Kampf gegen den IS

Sturm auf Altstadt von Mossul

Im Kampf gegen den sogenannten "Islamischen Staat" hat die irakische Armee mit einer Offensive in der umkämpften Großstadt Mossul begonnen. Die Altstadt ist die letzte große Hochburg der Extremisten im Irak.

Kämpfe in Mossul (picture alliance/dpa/A. DiCenzo)

Bereits im Mai durchkämmten irakische Einheiten das zerstörte Hotel "Old Mosul"

An dem Einsatz seien neben den Streitkräften auch Anti-Terror-Einheiten und die Bundespolizei beteiligt, erklärte Armeekommandeur Abdulamir Jarallah. Die Befreiung der dicht besiedelten Altstadt aus den Händen des IS gilt wegen der Enge des Viertels und der vielen dort festsitzenden Zivilisten als besonders schwierig. Die Befreiung der Altstadt ist aber entscheidend für die Regierungstruppen bei der Rückeroberung der gesamten Stadt. Die Vereinten Nationen schätzen, dass in der Altstadt mehr als 100.000 Zivilisten vom IS als menschliche Schutzschilde missbraucht werden.

Neun Monate Kampf

Im Januar hatten irakische Einheiten mit US-Unterstützung aus der Luft den Ostteil Mossuls zurückerobert. Auch Teile des Westens befinden sich unter ihrer Kontrolle. Schon seit einiger Zeit konzentrieren sich die Gefechte auf die Gassen der Altstadt. Seit der Kampf um die Rückeroberung vor neun Monaten begonnen hat, wurden etwa 862.000 Menschen aus Mossul vertrieben oder sind geflohen. Rund 195.000 von ihnen sind seitdem jedoch wieder zurückgekehrt, vor allem in den Ostteil der Stadt.

Sollte Mossul wieder komplett an die irakischen Truppen zurückfallen, wäre dies faktisch das Ende des IS-Kalifats im Irak. Im benachbarten Syrien läuft derzeit eine Offensive auf Rakka. Der Ort gilt als Hauptstadt des IS.

fab/uh (afp, rtr)