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Aktuell Asien

Stundenlange Kämpfe in Kabul

Das Zentrum Kabuls ist von heftigen Explosionen erschüttert worden. Es kam zu schweren Schießereien, als ein Selbstmordkommando der Taliban eine UN-Gebäude überfiel.

Erst nach zehn Stunden heftiger Gefechte ist den Sicherheitskräften in der afghanischen Hauptstadt gelungen, den Angriff der radikal-islamischen Taliban zu beenden. Alle fünf Kämpfer des Kommandos wurden getötet, wie das Innenministerium in Kabul mitteilte.

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Tote bei Taliban-Angriff in Kabul

Zunächst habe sich ein Attentäter in einem Auto vor einer Behörde des Innenministeriums in die Luft gesprengt, sagte ein Polizeisprecher. Anschließend hätten vier weitere Angreifer ein angrenzendes Gebäude der Internationalen Organisation für Migration (IOM) gestürmt und das Feuer auf Sicherheitskräfte eröffnet. Zwei Attentäter hätten sich dort in die Luft gesprengt.

Nach Angaben der Polizei wurden mindestens zehn Menschen verletzt, unter ihnen vier nepalesische IOM-Wachmänner und zwei westliche Ausländer.

Frühjahrsoffensive

In den vergangenen Jahren haben Taliban-Selbstmordkommandos häufiger spektakuläre Angriffe auf Ziele in der afghanischen Hauptstadt verübt. Am Donnerstag vergangener Woche waren beim bislang schwersten Selbstmordanschlag in Kabul seit Jahresbeginn mindestens 16 Menschen getötet worden. Unter den Todesopfern waren sechs Angehörige der Internationalen Schutztruppe ISAF.

Am 27. April hatten die Taliban den Beginn ihrer jährlichen Frühjahrsoffensive verkündet. Mit der jüngsten Serie von Anschlägen in Afghanistan wollen die radikal-islamischen Taliban den Druck auf die Regierung erhöhen. Zugleich wächst die Sorge um die Sicherheitslage am Hindukusch, wenn die NATO bis Ende nächsten Jahres ihre Truppen abzieht.

wl/kle/nem (dpa, rtr, afp)

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