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Politik

"Stunde der Wahrheit für Bush"

Die arabischen Blätter befassen sich am Sonntag unter anderem mit der Zukunft von US-Präsident George W. Bush und den Kurden im Nordirak.

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Die regierungsnahe ägyptische Zeitung AL-AHRAM geht in ihrem Kommentar auf die so genannte "Stunde der Wahrheit" ein, von der US-Präsident Bush vor dem Krieg sprach. Das Blatt schreibt:

"Er meinte damit den entscheidenden Moment, in dem alle diplomatischen Bemühungen im Sicherheitsrat aufhören und in dem die Aktivitäten auf die Front verschoben werden. Präsident Bush drängte voreilig auf diesen Moment, da er dachte, es werde ein kurzer Blitzkrieg mit wenig Verlusten. Nach einem siegreichen Krieg würde er seine Ordnung dem Irak und allen Ländern, einschließlich des Sicherheitsrates, die sich widersetzt haben, auferlegen. Jetzt muss Bush selbst der Stunde der Wahrheit ins Auge sehen."

"Explosion der kurdischen Mine"

Die regierungsnahe Zeitung AL-WATAN aus Katar beschäftigt sich mit der Zukunft der Kurden im Nordirak.

"Uns ist schon klar, dass Saddam Hussein große Verbrechen gegen das kurdische Volk beging, aber der jetzige Krieg und seine langfristigen Ziele in der Region und in der Welt zeigen, dass es unsicher ist, wenn man nur über die Fehler der Vergangenheit spricht. Die Geschichte lehrt uns, dass alle Invasoren zu jeder Zeit zu handeln bereit sind, wenn die Umstände und die Interessen sich ändern. Demzufolge will Washington jetzt die kurdischen Streitkräfte unterstützen. Doch das bedeutet nicht, dass die Amerikaner soweit gingen und die Gründung eines kurdischen Staates zuließen. Sollten sie dem zustimmen, müssten sie mit einer Explosion der kurdischen Mine im strategischen Feld rechnen, das aus Iran, dem Irak, Syrien und der Türkei besteht."

Schwierige Berichterstattung

Die überregionale Zeitung ASCHARK-AL-AUSAT schreibt über die Zivilopfer im Irak-Krieg:

"Die Weltmedien bringen seit Anfang des Krieges Bilder von vielen irakischen Zivilopfern. Die Umstände, unter denen sie gestorben sind, sind immer noch umstritten. Laut irakischer Regierung hätten die Alliierten absichtlich auf die Zivilisten gezielt, um sie einzuschüchtern. Dem Sprecher der alliierten Truppen zufolge setzt wiederum Saddam Hussein absichtlich Soldaten in Zivilkleidung ein. Es ist zurzeit für die Korrespondenten schwer, die Behauptungen der beiden Seiten zu überprüfen."

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