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Aktuell Welt

Studie: Zahl der weltweiten Terroropfer nimmt massiv zu

Alle Augen richten sich dieser Tage auf Paris. Doch die Hochburgen des Terrors sind Länder wie der Irak, Nigeria und Afghanistan. 32.000 Terroropfer gab es im vergangenen Jahr weltweit - ein Anstieg wie nie zuvor.

Brennende Fahrzeuge nach einem Anschlag in der irakischen Hauptstadt Bagdad (Archivbild: AP Photo/Karim Kadim)

Brennende Fahrzeuge nach einem Sprengstoffattentat in der irakischen Hauptstadt Bagdad (Archivbild)

Die Zahl der Terroropfer in der Welt ist 2014 sprunghaft gestiegen. Nach Angaben des Instituts für Wirtschaft und Frieden (IEP) in London kamen im vergangenen Jahr mehr als 32.000 Menschen durch Terroranschläge ums Leben. Das seien rund 80 Prozent mehr als im Jahr zuvor - der stärkste Anstieg an Terroropfern, der jemals gemessen wurde, so das IEP.

Auch die ökonomischen Kosten des globalen Terrorismus sind schwindelerregend: Nach Recherchen des Instituts haben sie im vergangenen Jahr 53 Milliarden Dollar erreicht - und liegen damit zehnmal höher als im Jahr 2000. Mit Abstand am stärksten vom Terror betroffen seien nicht die westlichen Staaten, sondern Länder wie der Irak, Nigeria, Afghanistan, Pakistan und Syrien, heißt es im sogenannten Globalen Terrorismus-Index des IEP.

Platz eins im Terror-Ranking

Am schlimmsten sei die Lage im Irak, allein dort starben im vergangenen Jahr fast 10.000 Menschen durch Terrorismus. Hauptakteure der Gewalt seien die Miliz "Islamischer Staat" (IS) sowie die in Westafrika operierende Boko Haram. Diese beiden Gruppierungen seien für gut die Hälfte aller Terroropfer weltweit verantwortlich.

Die Ursachen des Terrorismus seien sehr verschieden, erklärte Steve Killelea, der Leiter des Londoner Instituts. "Im Westen korrelieren sozioökonomische Faktoren wie etwa Jugendarbeitslosigkeit und Drogenkriminalität mit Terrorismus. In Nicht-OECD-Ländern gibt es eine stärkere Beziehung zwischen Terrorismus und andauernden Konflikten, Korruption und Gewalt."

Das Institut für Wirtschaft und Frieden bezeichnet sich selbst als eine der international führenden Denkfabriken, zu deren Forschungsfeldern Frieden und die ökonomischen Vorteile des Friedens ebenso wie Terrorismus zählen.

jj/cw (dpa, iep)