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Nahost

Streitkräfte wollen Kämpfe vermeiden

Die Alliierten wollen laut US-General Franks Kämpfe um Basra vermeiden. Bisher wurden nach Militärangaben im Irak zudem keine Massenvernichtungswaffen gefunden.

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Britische Soldaten im Süden des Iraks

Die USA und ihre Verbündeten haben die schweren Angriffe auf den Irak am Samstag (22.3.2003) fortgesetzt. Die alliierten Truppen wollen nach Angaben der US-Armee aber Kämpfe mit der irakischen Armee in der Stadt Basra vermeiden. Die britischen und US-Truppen wollten nicht durch die irakische Stadt marschieren und "Konfrontationen verursachen", sagte US-Oberbefehlshaber General Tommy Franks am Samstag auf dem US-Stützpunkt El Sailijah in Katar. Seit Beginn des Irak-Krieges am Donnerstag (20.3.2003) waren die Soldaten in Basra, der zweitgrößten Stadt des Iraks, auf heftigen Widerstand gestoßen.

Armee prüft Waffenlagerungen

Tommy Franks

General Tommy Franks

Massenvernichtungswaffen haben die Streitkräfte der USA und Großbritanniens nach eigenen Angaben bisher nicht im Irak entdeckt. General Franks sagte auf der Pressekonferenz in Katar, man sei gegenwärtig dabei, Informationen über die Lagerung solcher Waffen zu prüfen. "Es gibt aber keinen Zweifel, dass das irakische Regime Massenvernichtungswaffen besitzt", sagte er vor Journalisten in der Kommandozentrale der alliierten Truppen.

Richtung Bagdad

Nordwestlich von Basra nahmen alliierte Truppen nach eigenen Angaben die Stadt Nassirija ein. US-Militärsprecher Frank Thorp erklärte, die Stadt sei gesichert. Das Heer rücke jetzt nach Norden in Richtung Bagdad vor, während die Marineinfanteristen die östliche Parallelroute nehmen sollten. US-Truppen haben nach Militärangaben zudem zwei Flugplätze in der Wüste 225 und 290 Kilometer westlich von Bagdad eingenommen.

Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums hat sich am Samstagmorgen eine komplette irakische Division mit ihrem Kommandeur an der Spitze ergeben. Die 8000 Mann hätten aufgegeben, als die Invasionstruppen auf Basra vorrückten. Die irakische Regierung wies Berichte über militärische Erfolge der Alliierten im Südirak als "Lügen" zurück. Der Vormarsch der Amerikaner und Briten sei aufgehalten worden.

"Blind, taub und stumm"

Donald H. Rumsfeld Pressekonferenz - Operation Iraqi Freedom

US-Verteidigungsminister Rumsfeld

Am Freitagabend hatte US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld in Washington den Start des erwarteten Großangriffs bekanntgegeben. "Der Luftkrieg hat begonnen", teilte er mit. Bis Samstagabend wollen die US-Streitkräfte insgesamt mehr als 1500 Bomben und Raketen innerhalb von 24 Stunden auf den Irak abgefeuert haben. Dies solle Saddam Hussein im eigenen Land "blind, taub und stumm" machen, so Rumsfeld.

Himmel über Bagdad hell erleuchtet

In Bagdad ging in der Nacht der wichtigste Palast von Saddam Hussein in Flammen auf. Dutzende Explosionen erschütterten nach Angaben von Korrespondenten die irakische Hauptstadt. Der katarische Fernsehsender El Dschasira zeigte Feuerbälle von Explosionen, die den Himmel über Bagdad erleuchteten. Dichte Rauchsäulen standen über dem Palast der Republik am Ufer des Tigris. Durch die nächtlichen Luftangriffe auf Bagdad sind nach irakischen Angaben 207 Zivilisten verletzt worden. Die meisten von ihnen seien Frauen und Kinder, sagte der irakische Informationsminister Mohamed Said el Sahhaf am Samstag in Bagdad.

Sieben Tote nach Zusammenstoß über dem Meer

Am Samstagmorgen wurde bekannt, dass in der Nacht zwei Hubschrauber der britischen Marine über internationalen Gewässern des Persischen Golfs zusammengestoßen sind. Alle sieben Besatzungsmitglieder sind dabei ums Leben gekommen. Das teilte ein britischer Offizier am Samstag auf dem Militärstützpunkt El Sailijah in Katar mit. In den Zusammenstoß seien zwei Hubschrauber des Typs Sea King verwickelt gewesen. (hh/kap)

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