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Europa

Streit um Geld für "Concordia"-Passagiere

Zwei Wochen nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia " beginnt der Streit um Entschädigungen für Passagiere und Angehörige von Opfern. Deutsche Reisende wollen in den USA klagen.

Bergungs- und Sicherungsschiffe am Wrack der Costa Concordia (Foto: Reuters)

Bergungs- und Sicherungsschiffe am Wrack der "Costa Concordia"

Der italienische Reiseindustrieverband Astoi Conindustria teilte mit, die Costa-Concordia-Reederei Costa Crociere habe mit zwölf italienischen Verbraucherverbänden eine pauschale Entschädigung pro Passagier von 11.000 Euro plus 3000 Euro Reisekosten ausgehandelt. Diese Regelung gelte für rund 3000 der 3200 Passagiere aus 60 Ländern. Die Hinterbliebenen der Opfer und die Verletzten sollen demnach gesondert entschädigt werden.

Sammelklage in den USA

Die italienische Verbraucherorganisation Codacons lehnte allerdings diese Pauschale als "Almosen" ab und kündigte eine Sammelklage von Passagieren und Hinterbliebenenen in den USA an. Dort hat der Mutterkonzern Costa Crociere, Carnival, seinen Sitz. Dieser Klage wollen sich auch einige deutsche Passagiere und Angehörige von Opfern anschließen. Der Anwalt Hans Reinhardt aus dem nordrhein-westfälischen Marl teilte mit, er vertrete 15 Mandanten. Bei der Klage in den USA werde es um Schadenersatz- und Schmerzensgeldforderungen von 160.000 Dollar für Überlebende der Havarie und eine Million Dollar bei den Todesopfern gehen.

Unterdessen suchten Taucher am Wrack der "Costa Condcordia" vor der italienischen Insel Giglio weiter nach Vermissten. Immer noch gelten etwa 20 Menschen als verschollen, unter ihnen acht Deutsche. Von den bislang 16 geborgenen Toten kommen vier nach Angaben des Auswärtigen Amtes aus Deutschland. Das Kreuzfahrtschiff hatte am 13. Januar nahe der Insel Giglio einen Felsen gerammt und war gekentert. An Bord waren etwa 4200 Menschen, unter ihnen 560 Deutsche.

Am Wochenende will eine niederländische Spezialfirma damit beginnen, rund 2300 Tonen Treibstoff, übewiegend Schweröl, aus dem Schiffswrack abzupumpen.

wl/qu (dpa/dapd/afp)

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