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Ostmitteleuropa

Streit beim slowakischen Fernsehen

– Moderation einer politischen Sendung wegen "Anordnung von oben" verweigert

Bratislava, 4.6.2002, RADIO SLOWAKEI, deutsch

Im öffentlich-rechtlichen Slowakischen Fernsehen spitzt sich ein Streit zwischen der Leitung und den Redakteuren der Berichterstattung zu. Rund 20 Redakteure bekundeten Solidarität mit den Moderatoren Beata Oravcova und Michal Dyttert, die am Sonntag (2.6.) ihren Abgang aus Protest gegen die Anordnungen ihrer Vorgesetzten bekannt gegeben hatten. Sie lehnten die Moderation der regelmäßigen politischen Diskussion "Fünf vor zwölf" ab, in der unter anderem der Vorsitzende der außerparlamentarischen Partei "ANO" (Ja) Pavol Rusko auftreten sollte.

Pavol Rusko (Inhaber des in der Slowakei populärsten privaten TV-Senders "Markiza" – MD) sollte gegen den Willen der Moderatoren auf Anordnung der Leitung des Slowakischen Fernsehens in die Sendung eingeladen werden. Die Moderatoren halten dies für eine Bedrohung der Pressefreiheit, ihre Vorgesetzten wiederum für eine Zensur seitens der Gestalter des Programms. Mit der Situation im Slowakischen Fernsehen befasste sich der Fernsehrat, der dem Generaldirektor Milan Materak seine Unterstützung zum Ausdruck brachte. (ykk)

  • Datum 05.06.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2OBj
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