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Afrika

Streit auf Frankreich-Afrika-Gipfel

Bis auf zwei Staaten sind alle afrikanischen Länder zurzeit auf dem französisch-afrikanischen Gipfel in Nizza vertreten. Eigentlich sollte es um Wirtschaftsbeziehungen gehen - doch der Gipfel begann mit einem Streit.

Nicolas Sarkozy eröffnet den Frankreich-Afrika-Gipfel (Bild: AP)

Nicolas Sarkozy eröffnet den Frankreich-Afrika-Gipfel

Schon seit mehreren Jahren fordern die afrikanischen Staaten zwei ständige Sitze mit Vetorecht und mindestens zwei weitere wechselnde Sitze im Weltsicherheitsrat. Mehr als ein Viertel der UN-Mitgliedsstaaten sind afrikanische Länder. Trotzdem haben alle afrikanischen Länder zusammen nur einen von zehn wechselnden Sitzen im Weltsicherheitsrat.

Weltsicherheitsrat (Bild: AP)

Afrika fühlt sich nicht repräsentiert: Weltsicherheitsrat

"Fünftes Rad am Wagen"

Auch auf dem Frankreich-Afrika-Gipfel forderten Vertreter der afrikanischen Staaten jetzt wieder mehr Einfluss für Afrika im Weltsicherheitsrat. Afrika könne nicht länger "das fünfte Rad am Wagen" sein, sagte der kongolesische Staatschef Denis Sassou Nguesso am Montag (31.05.2010). Schon am Vorabend hatten sich der französische Außenminister Bernard Kouchner und Vertreter der afrikanischen Länder gestritten.

Kouchner sprach anschließend von "lebhaften Diskussionen", afrikanische Diplomaten sagten, die Verhandlungen seien "sehr hart" verlaufen. Aber auch Kouchner gab nach den nächtlichen Verhandlungen zu: "Wir haben keine Lösung gefunden."

Verwüstung Mauretanien (Bild: AP)

Länder wie Mauretanien leiden unter dem Klimawandel. Die zunehmende Wüstenbildung macht ganze Regionen unbewohnbar.

Drogenhandel und Klimawandel

Tansania und Südafrika seien besonders hart in die Verhandlungen eingestiegen, hieß es aus Diplomatenkreisen. In Nizza wird nun weiter über das Thema verhandelt. Weitere Themen des Gipfeltreffens: Terrorismus, Drogenhandel und Klimawandel. Von 53 afrikanischen Staaten sind nur zwei nicht vertreten: Simbabwe, dessen Staatschef Robert Mugabe in Europa in Ungnade gefallen ist und Madagaskar, das nach einem Putsch im vergangenen Jahr noch mit einer innenpolitischen Krise kämpft.

Autorin: Christine Harjes (AFP, dpa)

Redaktion: Sven Töniges

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