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Protest gegen Stellenabbau

Streik legt Londoner U-Bahnen lahm

Ein Streik lässt die U-Bahnen der britischen Hauptstadt stillstehen. Gewerkschaft und Bahnbetreiber streiten sich um Personal- und Servicekürzungen. Die letzten Verhandlungen waren gescheitert.

Seit Sonntagabend müssen die Menschen in London lange Wartezeiten und umständliche Fahrtwege in Kauf nehmen. Der 24-Stunden-Streik der Angestellten des U-Bahn-Systems der britischen Metropole soll voraussichtlich an diesem Montagabend enden. Mehr als 3,5 Millionen Menschen nutzen an einem normalen Werktag die Londoner U-Bahn. Der Betreiber "Transport of London" (TfL) teilte mit, dass die meisten Stationen im Zentrum von London geschlossen bleiben. Auch Verbindungen zu den wichtigsten Bahnhöfen der Stadt und dem Flughafen Heathrow seien betroffen.

Zu wenig Personal, zu wenig Sicherheit

Grund für den Streik ist der Streit zwischen der Gewerkschaft RMT Union und der Transportbehörde. Dabei geht es um Personalabbau und die Schließungen von Ticketverkaufsstellen. Die letzten Verhandlungen der beiden Parteien waren am Wochenende gescheitert. Die Gewerkschaft spricht von einer Servicekrise, nachdem in den letzten Jahren mehr als 830 Stellen abgebaut worden waren. Aufgrund des Personalmangels sei es nicht mehr möglich, die Sicherheit an den Stationen zu gewährleisten.

Einigung nötig

Londons Bürgermeister Sadiq Khan nennt den Streik "total unnötig". Er sei eine Misere für Millionen von Menschen. Auch die TfL findet, es gäbe keinen Grund für den Streik. Im nächsten Jahr sollen über 600 Stellen neu besetzt werden. London hat das älteste U-Bahn-Netzwerk der Welt und transportiert jährlich 1,3 Milliarden Menschen. Eine Welle von Streiks hat die Bahnen jedoch seit 2014 immer wieder lahmgelegt.

jv/as (dpa, afpe)

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