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Aktuell Deutschland

Streik legt Flughäfen lahm

Heftige Turbulenzen im Luftverkehr über Deutschland: In Düsseldorf und Köln/Bonn streikt das Sicherheitspersonal. Die Aktion soll den ganzen Donnerstag dauern und morgen fortgesetzt werden.

Reisende müssen sich auf große Verspätungen einstellen. Der Düsseldorfer Flughafen warnte vor erheblichen Verzögerungen im Flugbetrieb. Passagiere sollten sich vor der Anreise zum Flughafen bei ihrer Fluggesellschaft informieren.

In Düsseldorf wurden bisher fast 100 der insgesamt für den Tag geplanten 530 Verbindungen annulliert, wie ein Flughafensprecher mitteilte. "Die Maschinen die rausgehen, sind oftmals auch leer", fügte er hinzu. Am Köln/Bonner Flughafen waren am Vormittag nur vier von 25 Maschinen gestartet. Der Luftverkehr sei erheblich beeinträchtigt, erklärte ein Sprecher. Auch hier hoben leere Flugzeuge ab, um wenigstens die Anschlussverbindungen an anderen Airports halten zu können.

Die ersten Angestellten beider Airports hatten mit Beginn der Frühschicht um 4.00 Uhr die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft ver.di hatte die Aktion in der Nacht kurzfristig angekündigt. Sie will den Druck für die Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft erhöhen.

Gewerkschaft fordert höhere Löhne

Erst vergangenen Freitag hatte ein Streik des Sicherheitspersonals den Hamburger Flughafen lahmgelegt. Dort waren 63 von 176 geplanten Flügen abgesagt worden, rund 12.000 Passagiere blieben am Boden und konnten ihre Reise nicht antreten.

Ver.di will für die Sicherheitsleute an Flughäfen in Nordrhein-Westfalen einen Stundenlohn von einheitlich 16 Euro durchsetzen - zurzeit erhalten sie den Angaben zufolge höchstens 12,36 Euro. "Das sind die Leute, die Terroranschläge verhindern sollen", begründete ver.di-Sprecher Günter Isemeyer die Forderung. Auch für Sicherheitsleute in anderen Bereichen will die Gewerkschaft mehr Geld. Die Arbeitgeber in NRW hätten es vor einigen Wochen abgelehnt, die Verhandlungen fortzusetzen.

Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) hatte vergangene Woche kritisiert, die Gewerkschaft habe bei den Forderungen für das Flughafen-Personal "jedes Maß verloren".

re/se (dpa, rtr)

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