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Aktuell Europa

Streik legt Bahnverkehr in Belgien lahm

Der Protest richtet sich gegen die Kürzungspläne der Regierung. Diesmal bleiben die Züge im Land stehen - Bahnreisende müssen mit massiven Problemen rechnen. Aus Deutschland fahren nur noch Reisebusse nach Belgien.

Ein Streik behindert in Belgien den zweiten Tag in Folge den Zugverkehr erheblich. Nach Angaben der Bahngesellschaft SNCB fallen im südlichen Teil des Landes seit Dienstagmorgen alle Verbindungen aus, im Norden sind 60 Prozent betroffen.

Der Hochgeschwindigkeitsverkehr mit Thalys-Zügen wurde komplett eingestellt. Damit waren auch Reisende betroffen, die von Deutschland über Brüssel nach Paris fahren wollten. ICE-Verbindungen der Deutschen Bahn nach Belgien mussten ebenso gestrichen werden.

Passagiere mit Ziel Brüssel können in Köln auf Busse umsteigen, die die Deutsche Bahn zur Verfügung stellt.

Protest gegen Sparpolitik

Der Streik richtet sich gegen die Sparpolitik der Mitte-Rechts-Regierung unter Premierminister Charles Michel. Die Gewerkschaften sind der Ansicht, dass sie bevorzugt auf den öffentlichen Dienst und den Bildungsbereich zielt. Außerdem soll das Renteneintrittsalter erhöht werden. Fluglotsen, Gefängniswärter und Hafenarbeiter wollen sich auch an dem 24-stündigem Ausstand beteiligen.

In Brüssel wollen Angestellte des öffentlichen Dienstes ab dem späten Vormittag auf die Straße gehen. Gewerkschafter rechneten mit mehreren Tausend Teilnehmern. Auch außerhalb der Hauptstadt sind Aktionen geplant.

Erst vor einer Woche war es bei einem Protest von 60.000 Gewerkschaftsmitgliedern gegen die belgischen Arbeitsmarktreformpläne in Brüssel zu Ausschreitungen gekommen. Nach Angaben der Polizei waren 20 Menschen verletzt und 23 festgenommen worden. Demonstranten hatten Beamte mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen. Die Polizei hatte daraufhin mit dem Einsatz von Wasserwerfern reagiert.

as/se (dpa, afpf, rtr)