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Ostmitteleuropa

Streik in der Gdinger Werft

- Lohnerhöhung und Stopp der Umstrukturierung gefordert

Warschau, 20.2.2002, PAP, poln.

In der Gdinger Werft haben mehrere Hundert Beschäftigte einen Sitzstreik ausgerufen. Die Produktion kam zum Stillstand. Der Chef der Aktiengesellschaft gab allen Mitarbeitern der Werft bis Ende der Woche Urlaub.

Nach Gesprächen am Dienstag, die zu keiner Einigung geführt haben, verkündeten die Protestierenden den Sitzstreik. Vor dem Gebäude der Werftleitung hatten sich seit dem Morgen etwa 500 Personen versammelt. Sie behaupten, das Werk nicht verlassen zu wollen.

"Ich werde alles tun, um die Produktion in der Werft wieder aufzunehmen. Alle Beschäftigten haben bis Ende der Woche Urlaub bekommen", erklärte der Chef der Gdinger Werft Janusz Szlanta. (...) Er schloss nicht aus, dass es weitere Entlassungen geben werde, falls die Situation es erfordere. Montagnacht erhielten 30 Personen, die sich an dem Streik am Montag beteiligt hatten, ihre Kündigung. Der Pressesprecher der Werft Miroslaw Piotrowski teilte mit, für Mittwoch seien Verhandlungen geplant. (...)

Die Streikenden fordern unter anderem Lohnerhöhungen, Zahlungen aus dem für Gehaltserhöhungen bestimmten Fonds sowie das Ende der Umstrukturierung der Werft, die darauf abzielt, sie zu zersplittern. Zu den Forderungen gehören auch Zuschüsse zu Suppen, die in der Werft ausgegeben werden sowie die Verabreichung von heißer Milch. Verlangt wird auch ein würdiger Umgang mit den Beschäftigten.

"Seit fast anderthalb Jahren sind unsere Löhne nicht mehr erhöht worden und jetzt verbietet man uns heiße Nahrung", sagte einer der streikenden Werftarbeiter. Die Arbeiter behaupten, die Schutzmasken und -brillen, die man ihnen zugesichert habe, nicht erhalten zu haben.

Nach Ansicht der Werksleitung ist der Streik illegal. (TS)

  • Datum 21.02.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1sEe
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