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Amerika

Streik in chilenischer Kupfermine beendet

Die Arbeiter des weltgrößten Kupferkonzerns Codelco hatten für höhere Löhne gestreikt. Der Arbeitskampf verunsicherte Anleger und trieb den Kupferpreis weiter in die Höhe. Nun wurde eine Einigung erreicht.

Chuquicamata, Kupfermine in Chile

Chuquicamata in Chile - die zweitgößte Kupfermine der Welt

Am Dienstag hatten die Arbeiter ein Angebot über eine Lohnerhöhung um 3,8 Prozent und einen Bonus von 22.700 Dollar für jeden Einzelnen mehrheitlich angenommen. Zudem sollen die Arbeitnehmer einen zinsfreien Kredit erhalten. Nach Gewerkschaftsangaben befürwortete die Mehrheit der Angestellten der Anlage Chuquicamata die Wiederaufnahme der Arbeit am Mittwoch (06.01.2010).

Tausende chilenische Arbeiter der weltweit zweitgrößten Kupfermine Chuquicamata hatten seit vergangenem Montag für eine Lohnerhöhung um 7,5 Prozent gestreikt. Die Arbeiter des staatlichen Kupferkonzerns Codelco, dem die Mine Chuquicamata gehört, wollen an den Gewinnen aus dem derzeit hohen Weltmarktpreis für Kupfer teilhaben.

2009 war der Kupferpreis um mehr als 150 Prozent gestiegen. Vor allem die stärkere Nachfrage aus China veranlasste die Anleger, in Metalle zu investieren. Auch die Aussicht auf eine Erholung der Konjunktur nach der Weltwirtschaftskrise des vergangenen Jahres und der gestiegene US-Einkaufsmanagerindex ließ die Nachfrage an Metallen steigen und den Preis für Kupfer in die Höhe schnellen.

Chile ist Hauptversorger von Kupfer

Verarbeitung von Kupfer

Chile ist der größte Kupferproduzent weltweit

Chile ist mit Abstand der größte Kupferproduzent weltweit und deckt etwa ein Drittel des Weltbedarfs. Der Export des Metalls hat dem südamerikanischen Land Milliardenbeträge in die öffentlichen Kassen gespült. Codelco fördert in Chuquicamata und Mina Sur, die im Norden Chiles in der Atacama-Wüste liegen, mit rund 5600 Arbeitern mehr als eine halbe Million Tonnen Kupfer pro Jahr.

Auswirkungen des Streiks auf den Weltmarkt

Codelco verlor nach eigenen Angaben rund acht Millionen Dollar täglich durch den Streik. Der staatliche Konzern ist für rund vier Prozent des weltweiten Angebotes des Rohstoffes verantwortlich. Die durch den Streik verursachte Sorge über mögliche Engpässe verunsicherte Anleger und ließ am vergangenen Montag den Kupferpreis an der Londoner Börse bis auf 7536 Dollar pro Tonne steigen. Der Kupferpreis erreichte damit den höchsten Stand seit August 2008.

Autorin: Daniela Späth (rtr/dpa/afp)

Redaktion: Mirjam Gehrke