1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Deutschland

Streik am Frankfurter Flughafen hat begonnen

Die Gewerkschaft der Flugsicherung will den Flugverkehr an Deutschlands größtem Airport in Frankfurt lahmlegen. Sie hat zu einem siebenstündigen Streik am Donnerstag aufgerufen. Auch am Freitag ist ein Ausstand geplant.

Seit 15.00 Uhr MEZ haben die Beschäftigten der Flugsicherung ihre Arbeit niederlegt. Mit dem Streik will die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) den Druck auf den Flughafen Fraport erhöhen, um in einem monatelangen Tarifstreit doch noch zu einer Einigung zu kommen.

Betroffen von der Arbeitsniederlegung sind vor allem Reisende der Fluggesellschaft Lufthansa. Die Gesellschaft strich bereits im Vorfeld fast ein Drittel der täglich rund 300 Verbindungen von und nach Frankfurt. Es handele sich ausschließlich um Verbindungen innerhalb Europas, der Fernverkehr bleibe unberührt.

Video ansehen 01:20

Streik am Frankfurter Flughafen

Die Gewerkschaft geht davon aus, dass die Arbeitsniederlegung am Donnerstag noch nicht ausreicht, um Fraport zum Einlenken zu bewegen und plant daher einen weiteren Ausstand am Freitag von 8.00 bis 22.00 Uhr.

Fraport fühlt sich "erpresst"

Fraport versuchte bis zur letzten Minute, den Streik noch abzuwenden und forderte die GdF auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, sagte ein Unternehmenssprecher. Der Flughafen hatte sich schon seit Tagen auf den Streik vorbereitet und schulte zusätzliches Personal für die Arbeit auf dem Flugvorfeld.

Die Arbeit der Flugfeld-Mitarbeiter gilt als hoch spezialisiert. Sie sorgen unter anderem dafür, dass Flugzeuge nach der Landung die richtige Parkposition finden. Die Mitarbeiter sitzen damit an für den Betrieb wichtigen Schaltstellen.

Die Positionen in dem Tarifstreit sind verhärtet. Die GdF fordert höhere Löhne für ihre 200 Mitglieder, weil die Arbeit in Frankfurt seit der Eröffnung einer vierten Landebahn wesentlich anspruchsvoller geworden sei. Fraport kritisiert die Forderung als "extrem hoch", sie liefe auf eine Entgelterhöhung von über 70 Prozent hinaus.

fab/rb (dpa,rtr)am Boden

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema