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Wissen & Umwelt

Strahlender Riese – Astronomen entdecken Rekordstern

Foto des Very Large Telescope vom Sternhaufen RMC 136a (Foto: AP)

Eigentlich dürfte es den Riesenstern mit dem nicht besonders klangvollen Namen R136a1, aus dem Sternhaufen RMC 136a, gar nicht geben. Das Schwergewicht widerspricht nämlich mit seiner 265-fachen Masse unserer Sonne einem Sternengesetz. Demnach können Sterne höchstens die 150-fache Masse unserer Sonne erreichen.

Trotzdem existiert R136a1 und er war zu Beginn seines Lebens sogar noch größer! Denn Sterne verhalten sich umgekehrt zum Menschen,. Sie werden groß geboren und verlieren mit der Zeit immer mehr Masse. Der Grund dafür sind starke Winde, die die Oberfläche massenreicher Sterne Stück für Stück abtragen. R136a1 hat in seinem eine Million Jahre langen Leben bereits 35 Sonnengrößen verloren.

Den Massenrekord des Universums hält er trotzdem, zumindest in den fünf Prozent des Weltraums, die uns Menschen bekannt sind. Und er bringt es auch auf einem weiteren Gebiet zu Spitzenleistungen: mit der zehnmillionenfachen Leuchtkraft unserer Sonne, ist er der bislang hellste Stern überhaupt.

Entdeckt wurde der Gigant mit dem "Very Large Telescope" der Europäischen Südsternwarte (ESO), in Chile. Ein internationales Team um Wissenschaftler der Universitäten Potsdam und Sheffield, hat den Megastern bei Beobachtungen des 165.000 Lichtjahre entfernten Sternenhaufens RMC 136a aufgespürt. Das Gesetz zur Sternengröße wird jetzt wohl neu formuliert werden müssen.

Autorin: Sophia Wagner
Redakteurin: Judith Hartl

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