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Absprachen werden teuer für Apple, Google und Co

16. Januar 2015

Apple, Google und andere große IT-Konzerne hatten vor Jahren abgemacht, sich gegenseitig keine Mitarbeiter abzuwerben. Da das illegal war, müssen sie dafür jetzt kräftig zahlen.

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Symbolbild Justitia Justiz Gerichtigkeit
Bild: picture-alliance/dpa

Die Technologie-Schwergewichte Apple, Google, Intel und Adobe müssen nun deutlich mehr Geld auf den Tisch legen als es ein vor einigen Monaten ausgehandelter Vergleich vorsah, um den potenziell milliardenschweren Rechtsstreit mit tausenden Mitarbeitern beizulegen.

In den Jahren 2005 bis 2009 hatten die IT-Konzerne geheime Absprachen getroffen, sich nicht gegenseitig Mitarbeiter abzuwerben. Dagegen hatten 64.000 Mitarbeiter geklagt. Ihr Vorwurf: Durch diese wettbewerbsfeindlichen Absprachen wäre ihnen die Aussicht auf höhere Einkommen verwehrt gewesen. Sie forderten eine Summe von insgesamt drei Milliarden Dollar.

Die Unternehmen und die Kläger handelten vor einigen Monaten einen Vergleich in Höhe von 324,5 Millionen Dollar aus, um den Streit ohne einen Prozess beizulegen. Die zuständige Richterin Lucy Koh erhöhte den Betrag auf 415 Millionen Dollar, wie aus am Donnerstag veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervorgeht. Bei dem ursprünglichen Betrag wäre für die klagenden Mitarbeiter nach Abzug des geforderten Anwaltshonorars von mehr als 81 Millionen Dollar und anderer Kosten nur ein Betrag von 3750 Dollar pro Kopf geblieben. Das sei zu wenig, erklärte sie und lehnte diese Einigung ab.

iw/wen (dpa)