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Politik

Straßenschlachten in Dhaka

In Bangladeschs Hauptstadt Dhaka ist es am Montag erneut zu heftigen Zusammenstößen zwischen Oppositionsanhängern und der Polizei gekommen. Die Opposition will eine Verschiebung der Parlamentswahl.

Hartes Vorgehen: Seit Beginn der Proteste wurden 34 Mensche getötet

Hartes Vorgehen: Seit Beginn der Proteste wurden 34 Mensche getötet

Die Demonstranten haben sich am Montag (8.1.) den zweiten Tag in Folge Straßenschlachten mit den Sicherheitskräften geliefert. 5000 Anhänger der Opposition warfen mit Steinen und versuchten, von der Polizei errichtete Stacheldrahtbarrikaden im Zentrum der Hauptstadt Dhaka zu durchbrechen. Die Beamten setzten Gummigeschosse, Tränengas und Schlagstöcke ein. Örtliche Medien berichteten, mindestens 75 Menschen seien verletzt worden. Dutzende Anhänger des Oppositionsbündnisses wurden festgenommen.

Kampf um die Verschiebung der Wahl

Es war der zweite Tag einer dreitägigen Verkehrsblockade, mit der die Opposition unter Führung der Awami-Liga eine Verschiebung der für den 22. Januar geplanten Parlamentswahl erreichen will. Bei ähnlichen Protestaktionen am Sonntag (7.1.07) wurden mindestens 100 Menschen verletzt. 12.000 Polizisten waren im Einsatz, um die Ordnung aufrecht zu erhalten. Schulen und Geschäfte blieben weiterhin geschlossen. Zu der landesweiten Blockade hat ein Bündnis aus 19 Parteien unter Führung der früheren Ministerpräsidentin Scheich Hasina aufgerufen. Die Opposition fordert Wahlrechtsreformen und hat einen Boykott der Abstimmung angekündigt.

Unruhen in Dhaka Bangladesh Polizist

Unruhen in Dhaka

Übergangspräsident Iajuddin Ahmed hat erklärt, er könne den Wahltermin nicht ändern, da er von der Verfassung vorgeschrieben sei. Nach Ansicht der Opposition begünstigt die Übergangsregierung eine Vierparteienkoalition unter Führung von Hasinas langjähriger Gegenspielerin, der früheren Ministerpräsidentin Khaleda Zia. Ein Regierungsberater teilte am Sonntag mit, die Übergangsregierung wolle sich mit den rivalisierenden Parteien zusammensetzen, um einen Weg aus der politischen Krise des südasiatischen Landes zu finden.

Seit dem Amtsantritt der Übergangsregierung Ende Oktober wurden bei gewaltsamen Protesten mindestens 34 Menschen getötet. (sams)