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Aktuell Welt

Straßenschlachten in Beirut

Bei stundenlangen Kämpfen in der libanesischen Hauptstadt sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Beobachter befürchten, dass dies die Vorboten eines Übergreifens der Gewalt aus dem benachbarten Syrien sind.

Der Auslöser des jüngsten Gewaltausbruchs in Beirut ist unklar. Verschiedene Berichte stimmten aber darin überein, dass sich Anhänger und Gegner des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad auf fremdem Boden den Krieg erklärt haben.

Bei den heftigen Straßenkämpfen in der libanesischen Metropole wurden in der Nacht zum Montag mindestens zwei Personen getötet und 18 weitere verletzt, wie aus Sicherheitskreisen verlautete. Die Kämpfe sollen im überwiegend von Sunniten bewohnten Stadtviertel Tarik Dschadidah begonnen haben. Die verfeindeten Gruppen setzten laut Berichten der amtlichen Nachrichtenagentur NNA Sprengsätze und Maschinengewehre ein.

Die eine Seite könnten Anhänger des sunnitischen Politikers Shaker Berdschawi gewesen sein, der Assad unterstützt, die andere Gegner Assads. Nur wenige Stunden zuvor waren im Norden des Landes ein anti-syrischer Würdenträger und bekannter Assad-Kritiker sowie sein Leibwächter von Soldaten erschossen worden. Viele Sunniten im Norden sympathisieren mit dem syrischen Widerstand und beschuldigen die libanesische Armee, ihre eigentlichen Befehle aus Damaskus zu erhalten.

Vor einer Woche waren in Tripolis bei Kämpfen zwischen sunnitischen Assad-Gegnern, alawitischen Assad-Anhängern und der Armee mehrere Menschen getötet und viele verletzt worden.

sc/ml (rtr,afp,dpa)