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Aktuell Welt

Stimmungsvolle Osternacht im Petersdom

Mit tausenden Gläubigen im Petersdom hat Papst Franziskus die festliche Liturgie der Osternacht gefeiert. Auch die beiden großen Kirchen in Deutschland erinnerten an die Auferstehung Christi als Zeichen der Hoffnung.

Trotz strömenden Regens waren rund 10.000 Gläubige zum Petersdom in Rom gekommen, um an der Liturgie in Erinnerung an die Auferstehung von Jesus Christus teilzunehmen. Die stimmungsvolle Zeremonie begann im Atrium der Vatikan-Basilika mit der Weihe des Osterfeuers, mit dem anschließend die Osterkerze entzündet wurde. Beim Einzug in den noch dunklen Petersdom wurden dann zum Ruf "Lumen Christi" (Licht Christi) die Kerzen der Priester und dann die aller Gläubigen entzündet.

Offen für Neues

In seiner Predigt warnte das neue Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche die Gläubigen vor Resignation und Skepsis und rief sie zur Offenheit gegenüber Neuem auf. "Verschließen wir uns nicht dem Neuen, das Gott in unser Leben bringen will", sagte er bei seinem ersten Osternachtgottesdienst am Karsamstagabend.

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Osternacht in Rom

Der Papst ermunterte die Menschen, nicht in ihren persönlichen Problemen zu versinken und sich nicht von Traurigkeit oder Verbitterung übermannen zu lassen. "Lasst den auferstandenen Jesus in euer Leben treten, begrüßt ihn als einen Freund, mit Vertrauen: Er ist Leben!", sagte Franziskus. Anschließend taufte er vier junge Männer aus Albanien, Italien, Russland sowie den USA.

Osternachtsgottesdienst in Deutschland

Auch in Deutschland kamen die Gläubigen zu Osternachtgottesdiensten zusammen, in denen sie traditionell Hunderte von Kerzen anzündeten. Diese symbolisieren das Licht, das durch den auferstandenen Sohn Gottes in die Welt gekommen ist.

In Predigten wurde an die Auferstehung Christi als Zeichen der Hoffnung erinnert. Der "Funke des Glaubens springt über" am Osterfest, sagte Erzbischof Robert Zollitsch, der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, in Freiburg. Dieser Funke sprühe in das Leben hinein, mache lebendig und mitfühlend für die Not der anderen.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, sagte in seiner Osternachtpredigt im Berliner Dom, angesichts von Leid und "Kreuzeserfahrungen in unserer Welt" verstumme die Frage nach Gottes Macht und seiner Liebe nicht. Das "Licht" des Ostermorgens mache aber deutlich, dass Tod und Dunkelheit "niemals das letzte Wort über unser Leben haben".

Osterfest

An diesem Sonntag feiern die Gläubigen mit zahlreichen Gottesdiensten Ostern, das älteste und wichtigste Fest der Christenheit. In Erinnerung an die Auferstehung Jesu Christi steht es für den Sieg des Lebens über den Tod.

Auf dem Petersplatz in Rom werden zehntausende Menschen zur großen Ostermesse von Papst Franziskus erwartet. Gut zwei Wochen nach seiner Wahl verkündet er seine erste Osterbotschaft und spendet den traditionellen Segen "Urbi et Orbi" - der Stadt und dem Erdkreis. Anschließend wird der Papst in zahlreichen Sprachen Ostergrüße an die Gläubigen in aller Welt richten.

se/wl (kna, dpa, epd, ap)

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