Stimmenrekorder von EgyptAir-Maschine bestätigt Feuer an Bord | Aktuelles | DW | 05.07.2016
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuelles

Stimmenrekorder von EgyptAir-Maschine bestätigt Feuer an Bord

Die Auswertung des Stimmenrekorders des im Mai abgestürzten Airbus 320 hat bestätigt, dass es an Bord ein Feuer gegeben hat. Doch eine Frage bleibt nach wie vor ungeklärt.

Symbolbild Cockpit Voice recorder Black Box

Symbolbild eines Stimmenrekorders

Kurz vor dem Absturz am 19. Mai dieses Jahres über dem Mittelmeer hat es offenbar Versuche gegeben, ein Feuer an Bord zu löschen. Das habe eine erste Auswertung des Stimmenrekorders ergeben, wurde aus Kreisen der ägyptischen Untersuchungskommission bekannt.

Die Aufnahmen deckten sich mit den bisherigen Aufzeichnungen durch andere Datenschreiber des Flugzeugs, hieß es. Diese hatten darauf hingewiesen, dass sich in einer der Toiletten und im Bereich der Bordelektronik Rauch ausgebreitet hatte. Auch die Untersuchung von Wrackteilen habe ergeben, dass der vordere Teil des Flugzeuges großer Hitze und dichtem Rauch ausgesetzt gewesen sei.

Ursache weiter ungeklärt

Der sogenannte "flight deck recorder" war Anfang der Woche nach Kairo gebracht worden, nachdem Experten der französischen Untersuchungsstelle für Flugunfälle den stark beschädigten Datenschreiber repariert hatten.

Stimmenrekorder zeichnen üblicherweise die Gespräche zwischen den Piloten auf, können aber durch die Aufnahme von Alarmen im Cockpit und verdächtiger Maschinengeräusche auch Hinweise auf mögliche Absturzursachen geben.

Die Ermittler haben den Angaben zufolge bislang noch keine Möglichkeit ausgeschlossen, warum der Airbus 320 mit 66 Menschen an Bord auf dem Flug von Paris nach Kairo über dem östlichen Mittelmeer abstürzte. Zunächst war über eine Explosion an Bord und einen möglichen Terroranschlag spekuliert worden, was die ägyptische Regierung jedoch zurückwies.

Am Wochenende waren alle georteten sterblichen Überreste der Opfer im Mittelmeer geborgen worden. Sie werden derzeit in Kairo forensisch untersucht, um die Identität der Opfer zweifelsfrei festzustellen.

mak/djo (dpa, rtr)