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Kultur

Stierhatz in Pamplona: 140 Menschen zumeist leicht verletzt

Bei der traditionellen Stierhatz in Pamplona sind am Wochenende 140 Teilnehmer verletzt worden, drei von ihnen durch Hornstöße. Ein Brite (31) wurde im Gesäß, ein Spanier (36) im Oberschenkel und ein Amerikaner (40) in der Achselhöhle aufgespießt, wie die Rettungskräfte am Sonntag (12.07.2003) in der nordspanischen Stadt mitteilten. Für insgesamt 19 Läufer endete das riskante Treiben im Krankenhaus. Die übrigen zogen sich leichtere Blessuren wie Prellungen, Verstauchungen oder Schürfwunden zu.

Angesichts der tausenden Wochenendbesucher war das Spektakel am Samstag und Sonntag besonders gefährlich. Auf der Strecke herrschte Massenandrang, die Teilnehmer behinderten sich gegenseitig oder stolperten übereinander. Einer der Läufer wurde von einem der bis zu 680 Kilogramm schweren Bullen erfasst und mit voller Wucht gegen die Holzabsperrungen geschleudert, danach wurde er auch noch von der Herde überrannt. Er erlitt eine Gehirnerschütterung und diverse Prellungen.

Bei dem traditionellen Spektakel, das an diesem Montag zu Ende geht, werden jeden Morgen je sechs Kampfstiere durch die engen Gassen der Altstadt Pamplonas bis in die Arena gejagt, wo sie abends von den Toreros getötet werden. Um die Herde zusammenzuhalten, laufen sechs zahme Leitochsen mit. Hunderte waghalsige junge Männer, die "mozos", rennen vor den Tieren her. Seit 1924 sind 13 Läufer ums Leben gekommen.