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Politik

Stichwort: Yad Vashem

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Fotos von jüdischen Opfern des Holocaust im Museum von Yad Vashem

Die Einrichtung von "Yad Vashem" ("Denkmal und Name") wurde 1953 von der Knesset beschlossen, dem Parlament des damals gerade fünf Jahre alten jüdischen Staates. In Jerusalem sollte eine Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust errichtet werden, die nicht nur Mahnmal, sondern auch Forschungs- und Dokumentationszentrum sein sollte. Vier Jahre später öffnete Yad Vashem seine Tore am Südwesthang des "Herzl-Berges", auf dem der Gründer des politischen Zionismus, Theodor Herzl, beigesetzt ist und sich auch ein großer Soldatenfriedhof befindet.

"Yad Vashem" ist seiner Aufgabe mehr als gerecht geworden: Über 50 Millionen Dokumente sind allein im Dokumentationszentrum gespeichert - und wurden im Laufe der Jahre unter anderem mit Hilfe junger Deutscher ausgewertet. Die Bibliothek umfasst nahezu 100.000 Bände und das Foto-Archiv über eine Viertel Million Fotos. "Yad Vashem" ist nicht nur Pflicht-Besuchsprogrammpunkt ausländischer Politiker, viel wichtiger ist seine Rolle bei der Erziehung von Jugendlichen aus Israel und dem Ausland. Jahr für Jahr wird die Gedenkstätte von jährlich über Hunderttausend Schülern und ihren Lehrern besucht. Diese sehen nicht nur das symbolische "Gedenkzelt", in dem neben den Namenstafeln der Vernichtungslager ein ewiges Feuer brennt - sondern sie besuchen auch die weitläufigen Anlagen, in denen in freier Natur der vernichteten jüdischen Gemeinden gedacht wird.

Die Besucher sehen aber auch die "Allee der Gerechten", in der nicht-jüdische Retter geehrt werden, die Juden das Leben gerettet haben. Auch deutsche Namen sind dabei, unter anderem der von Oskar Schindler. Bisher sind fast 20.000 solcher "Gerechte der Nationen" auf diese Weise geehrt worden.