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Kultur

Stichwort: Wirbelstürme

Tropische Wirbelstürme haben unterschiedliche Namen – je nachdem, wo sie auftreten. In Asien spricht man von Taifunen, an den Küsten von Mexiko und den USA von Hurrikanes.

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Vom Winde zerlegt: Hurrikanes ziehen Spuren der Verwüstung


Benannt sind die Hurrikanes nach "Hurakan", dem indianischen Gott des Windes. Sie entstehen über dem Meer, wenn das Wasser mehr als 26 bis 27 Grad warm ist und stark verdunstet. "Also in etwa zwischen 20 Grad nördlicher beziehungsweise südlicher Breite", erklärt Erich Roeckner, Klimaforscher beim Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg. "Und nicht direkt auf dem Äquator, da ist die Erdrotation praktisch nicht spürbar." Doch die bräuchten die Wirbelstürme. Über dem Land würden sie allerdings an Kraft verlieren, "weil ihnen das Wasser und damit die feuchtwarme Luft ausgeht".

Die Hurrikanes können einen Durchmesser von bis zu 500 Kilometern erreichen. In der Mitte (im "Auge") herrscht Windstille in einer Zone von etwa 20 km Durchmesser. Um das "Auge" herum rotieren die Luftmassen entgegen dem Uhrzeigersinn. Im amerikanische Pazifik dauert die Hurrikan-Saison von Mai bis November, im Atlantik von Juni bis November. Pro Jahr wird die Karibik von zehn bis 20 Wirbelstürmen heimgesucht.

Hurrikanes tragen englische Vornamen und werden in alphabetischer Reihenfolge benannt. Man unterscheidet sie nach ihrer Stärke:

  • Kategorie 1 (119 bis 153 Kilometer por Stunde): Flutwellen 1 bis 1,5 Meter hoch, Schäden an Bäumen
  • Kategorie 2 (154 bis 177 km/h): Flutwellen 2 bis 2,5 m, Dachziegel können wegfliegen, Türen und Fenster eingedrückt werden; Überflutung von unmittelbaren Küstenregionen
  • Kategorie 3 (178 bis 209 km/h): Flutwellen 3 bis 3,5 m, schwere Schäden an kleineren Häusern und großen Bäumen, Überflutung eines Küstenstreifens von 12 Kilometern Breite
  • Kategorie 4 (210 bis 248 km/h) und 5 (schneller als 249 km/h): Wellen 4 m und höher, schwerste Verwüstungen (reh)