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Politik

Stichwort: Vietnam

Die Sozialistische Republik Vietnam gilt trotz Wirtschaftsbooms als eines der ärmsten Länder der Welt. Das Land war immer wieder Spielball internationaler Interessen.

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Vietnam ist etwa so groß wie groß Deutschland und grenzt im Westen an Kambodscha und Laos, im Norden an China und im Osten an das Südchinesische Meer. Es herrscht subtropisches bis tropisches Klima. Von den 81 Millionen Einwohnern sind 90 Prozent Vietnamesen, daneben gibt es 3 Prozent Chinesen und zahlreiche Mitglieder ethnischer Minderheiten.

Die Analphabetenrate liegt bei unter fünf Prozent, die durchschnittliche Lebenserwartung bei 70 Jahren. Das jährliche Pro-Kopf-Einkommen beträgt 440 Dollar. Hauptexportgüter sind Rohöl, Textilien, Schuhe, Reis und Kaffee. Jeder zweite Vietnamese ist Buddhist, zwei Millionen sind Caodaisten. Mit vier Millionen stellen die Katholiken rund fünf Prozent der Bevölkerung. Hauptstadt ist Hanoi. Regierungschef ist Ministerpräsident Phan Van Khai.

Nach fast einem Jahrhundert französischer und fünf Jahren japanischer Besetzung rief 1945 Ho Chi Minh (1890-1969) die Demokratische Republik Vietnam aus. Die folgenden Indochina-Kriege mit den Franzosen endeten 1954 mit dem Sieg der Viet Minh in der Schlacht bei Dien Bien Phu. Das Genfer Indochina-Abkommen teilte das Land in eine kommunistische, der Sowjetunion zugewandte Nordzone und in eine französische, von den USA protegierte Südzone.

Als Folge des von einem US-Zerstörer provozierten "Tonkin-Zwischenfalls" begannen 1964 die USA mit der Bombardierung des Nordens und damit den "Vietnam-Krieg". Er wurde am 30. April 1975 mit der Einnahme der südvietnamesischen Hauptstadt Saigon durch Truppen des Nordens beendet. Ein Jahr später erfolgte die Wiedervereinigung. 1995 wurden die diplomatischen Beziehungen zu den USA wieder aufgenommen; Vietnam wurde Mitglied der Vereinigung Südostasiatischer Staaten (ASEAN).