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Politik

Stichwort: US-Regionalkommandos

Bislang unterteilte das US-Militär den Globus in fünf Regionalkommandos. Das Pentagon will nun ein sechstes für Afrika einrichten und damit der gestiegenen geostrategischen Bedeutung des Kontinents Rechnung tragen.

Eingang zu EUCOM (Quelle: AP)

Das Stuttgarter US-Hauptquartier EUCOM soll bald schon das Afrika-Kommando beherbergen

Das US-Militär hat die Welt in Regionen aufgeteilt. In jeder wurde eine eigene Kommandostruktur aufgebaut und mit der Verantwortung für dortige Einsätze ausgestattet. So ist die NORTHCOM genannte Befehlsstelle für Nordamerika und Mexiko verantwortlich. SOUTHCOM plant und führt in Südamerika die Operationen.

Der Zuständigkeitsbereich des Zentralen Oberkommandos (CENTCOM) umfasst Zentralasien, die Region Nahost, Ägypten, Sudan und das Horn von Afrika. Das Oberkommando Pazifik (PACOM) kümmert sich um Madagaskar und den asiatisch-pazifischen Raum. Und der Verantwortungsbereich von EUCOM erstreckt sich vom Nordkap bis zum Kap der Guten Hoffnung über 89 Länder Europas und Afrikas.

Von Stuttgart aus gesteuert

Mit Blick auf das befürchtete Erstarken des Terrornetzwerks El Kaida in Afrika wollen die USA nun ein neues Einsatzführungskommando (AFRICOM) einrichten, um militärische Einsätze auf dem Kontinent besser koordinieren zu können. Das erklärte US-Präsident Bush am Dienstag (6.2.2006). Mit dem neuen Afrika-Kommando stellen sich die US-Streitkräfte auf dem Kontinent neu auf: Bislang war die Verantwortung für Afrika zwischen EUCOM, CENTCOM und PACOM aufgeteilt.

AFRICOM soll zumindest anfangs beim EUCOM-Hauptquartier in Stuttgart untergebracht werden - dem einzigen US-Oberkommando, das nicht auf dem Territorium der Vereinigten Staaten liegt. "Stuttgart ist der natürliche Interimsstandort für dieses Kommando, denn das Stuttgarter Oberkommando war ja auch in der Vergangenheit für den größten Teil Afrikas zustänig", sagt Ottfried Nassauer, Leiter des Berliner Informationszentrums für Transatlantische Sicherheit, im Gespräch mit DW-WORLD.DE. (ana)