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Kultur

Stichwort: Schwarze Löcher

Wie entstehen "Schwarze Löcher"? Können sie wachsen oder verschlucken sie nur, was alles so auf sie zukommt? Astrophysiker Günther Hasinger erklärt das Phänomen.

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"Schwarzes Loch" - als Zeichnung


"Schwarze Löcher" sind nichts anderes als ein extrem verdichteter Materiezustand. Wenn man die Erde hernehmen würde und sie auf einen Zentimeter Durchmesser zusammenquetschen, dann wäre sie ein "Schwarzes Loch". Dazu braucht man riesige Kräfte – die Gravitationskraft. Die der Erde reicht allerdings nicht aus, um sie zusammenzuquetschen. Aber wenn man einen Stern, der zehn Mal so groß ist wie die Sonne, zusammenpresst, dann erreicht der Stern irgendwann eine so hohe Dichte, dass er zum "Schwarzen Loch" wird.

"Schwarze Löcher" entstehen am Ende eines Sternenlebens, wenn der Stern alles Material verbraten und in schwere Elemente umgewandelt hat. Die schweren Elemente sammeln sich im Inneren des Sterns. Irgendwann können sie ihrer eigenen Schwerkraft nicht mehr Herr werden und stürzen zusammen. Das "Schwarze Loch" macht sich in seiner Umgebung nur durch seine Schwerkraft bemerkbar. Man kann es nicht sehen, aber es zieht die Materie um sich herum an.

Sehr selten aktiv

Wenn die Materie auf das "Schwarze Loch" fällt, dann erhitzt sie sich sehr stark und spiralt wie in einem Mahlstrom in das Loch hinein. Beim Hinein-Spiralen sendet die Materie einen letzten "Hilfeschrei" in Form von Lichtteilchen. Aus diesem Grund kann man zumindest die Umgebung eines "Schwarzen Loches" sehen. Die "Schwarzen Löcher", die gut gefüttert werden, gehören deswegen auch zu den hellsten Objekten am Himmel.

In unserem eigenen galaktischen Zentrum gibt es ein "Schwarzes Loch", das die Sterne, die sich dort befinden, herumwirbelt Ab und zu – vielleicht alle 100.000 Jahre – passiert es, dass ein Stern eingefangen und gefressen wird. Dann strahlt das "Schwarze Loch" und informiert uns darüber, dass es existiert. (Hasinger / arn)