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Kultur

Stichwort: Raumstation ISS

Sie gilt als der Außenposten der Menschheit im All und als das größte und hellste künstliche Objekt im Erdorbit: die Internationale Raumstation ISS (International Space Station).

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International Space Station

Die ISS ist das zweite bemannte Großlabor im Weltraum nach der glücklosen russischen Mir. Auf einer Umlaufbahn in rund 360 Kilometern Höhe umkreist die ISS die Erde ein Mal in 90 Minuten. Sie bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von gut 29.000 Kilometern in der Stunde.

In der Raumstation sollen zahlreiche wissenschaftliche Experimente durchgeführt werden, etwa in den Bereichen Astronomie, Biologie Physik und Atmosphärenforschung. Bereits 2004 sollte der deutsche Astronaut Thomas Reiter das "Columbus"-Labor in Betrieb nehmen. Doch das europäische Gemeinschaftsprojekt verzögert sich bis mindestens 2007.

Raumtransporter für den Ausbau

Am ISS-Ausbau, der bis 2010 abgeschlossen sein soll, sind außer der US-Weltraumbehörde NASA auch Russland, Japan, Kanada und die europäische Weltraumagentur ESA beteiligt. Große Bauteile lassen sich nur mit den NASA-Raumfähren "Discovery", "Atlantis" und "Endavour" transportieren.

Seit November 2000 sind ständig Menschen an Bord. Nach dem Absturz der US-Raumfähre "Columbia" am 1. Februar 2003 und dem folgenden Flugstopp für die Space Shuttle wurde die Besatzung aus Versorgungsgründen auf zwei Personen reduziert. Seit dem 17. April 2005 halten der russische Kosmonaut Sergej Kirkaljow und sein amerikanischer Kollege John Phillips für ein halbes Jahr Langzeitwache. Die "Discovery" war Anfang August 2005 der erste Space Shuttle, der seit dem "Columbia"-Unglück an die ISS angedockt hat, und Material und Vorräte in großer Menge dorthin bringen konnte.

Teure Angelegenheit

Der Aufenthaltsbereich der Astronauten in der ISS entspricht in etwa einem 170 Quadratmeter großen Haus mit drei Schlafzimmern und zweieinhalb Meter hohen Decken. Nach Angaben der NASA soll der Wohn- und Arbeitsbereich bis zum Ende des Aufbaus verdreifacht werden. Dann entspräche der Platz etwa einem Jumbo vom Typ Boeing 747. Die Temperatur erlaubt das "Arbeiten in Hemdsärmeln", schreibt die NASA. Die Station soll nach ihrem Endausbau rund 80 Meter lang sein und etwa 500 Tonnen wiegen. Bis zu ihrer Fertigstellung soll die ISS rund 100 Milliarden US-Dollar gekostet haben. (kap)