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Kultur

Stichwort: "Preußen"

Was bezeichnet der Begriff "Preußen"?

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Goldener Engel "Gold-Else" auf der Siegessäule in Berlin

Den Staat Preußen gibt es seit einem halben Jahrhundert nicht mehr. Die Sieger des Zweiten Weltkrieges lösten mit ihrem Kontrollratsgesetz Nr. 46 vom 25. Februar 1947 "den Staat Preußen, seine Zentralregierung und alle nachgeordneten Behörden" formell auf.

Die größten Verdienste werden Preußen auf den Gebieten der Kunst, Wissenschaft und Bildungspolitik zugerechnet. Dafür stehen Namen wie Immanuel Kant, Heinrich von Kleist, Wilhelm und Alexander von Humboldt, Karl Friedrich Schinkel, Theodor Fontane, Bettina und Achim von Arnim, Adolph von Menzel, Ferdinand Sauerbruch und Rudolf Virchow.

In der DDR wurde mit Preußen aufgeräumt

Darauf besannen sich später auch die Machthaber der DDR. Zunächst ließen sie jedoch fast alles von der Bildfläche verschwinden, was nur im entferntesten an Preußen erinnerte - die Sprengung des Hohenzollernschlosses ist bis auf den heutigen Tag eine offene Wunde in der alten Stadtmitte Berlins. Ein Umdenken war erst sichtbar, als SED-Chef Erich Honecker Anfang der 80er Jahre das Reiterstandbild des Alten Fritz wieder auf seinen angestammten Platz Unter den Linden zurückversetzen ließ.

Bereits während des Zweiten Weltkriegs war Preußen nur noch ein Schatten seiner selbst. Eine der Folgen des Angriffskrieges Hitlers gegen Polen war der Verlust großer "urpreußischer" Gebiete jenseits von Oder und Neisse. Dabei verdankt Preußen im Grunde seinen Namen und seine Existenz Polen. Es war der polnische Herzog Konrad von Masowien, der im frühen 13. Jahrhundert den Deutschen Orden um Beistand gegen die Angriffe des noch heidnischen Stammes der Preußen (Pruzzen) bat. Der Name jener "Teufelskinder" ging später auf die neuen Herren des Landes über. Am 18. Januar 1701 ließ sich Friedrich I. in Königsberg zum ersten König in Preußen krönen. dpa/(pf)

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