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Kultur

Stichwort: Pazifischer Feuerring

Sie gilt als eine der geologisch aktivsten Weltregionen: der Pazifischen Feuerring, der nahezu den gesamten Pazifik umschließt.

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Der Merapi auf Java

Der auch Feuergürtel genannte Ring besteht größtenteils aus einer Reihe von Inselbögen, wie den Aleuten, den Kurilen und dem indonesischen Archipel. Er verläuft von Chile über Nord-Alaska und Japan bis Südostasien und zu den Pazifischen Inseln. In der Region befinden sich rund vierzig Prozent aller noch aktiven Vulkane.

Auf den etwa 18.000 indonesischen Inseln sind noch rund 130 Vulkane aktiv; zu ihnen gehört auch der Merapi auf der Hauptinsel Java, einer der am häufigsten ausbrechenden Vulkane der Erde. Entlang der Westküste des Archipels stoßen zudem die Indisch-Australische Platte und die Pazifische Platte aufeinander, was die Region zu einer besonders erdbebengefährdeten Weltgegend macht.

Die Erdplatten sind in ständiger Bewegung. An einigen Stellen des Erdmantels sind sie nur wenige Kilometer dick. Durch Plattenverschiebungen werden Schwächezonen erzeugt, in denen der Aufstieg von flüssigem Magma begünstigt wird. Wenn die aufgestaute Energie austritt, folgen meist schwere Beben und Vulkanausbrüche.

Nach Angaben des United States Geological Survey (USGS) wurden seit 1900 entlang des Rings im Jahresdurchschnitt knapp 20 Erdbeben mit einer Stärke von mehr als 7,0 auf der Richterskala gemessen.

Das verheerendste der großen Beben, von denen die Region in den vergangenen Jahren betroffen war, war das Seebeben am 26. Dezember 2004 mit einer Magnitude von 9,3. Durch die anschließende Flutwelle wurden in Ländern rund um den Indischen Ozean 220.000 Menschen getötet, davon allein in der nordwestindonesischen Provinz Aceh mehr als 160.000.