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Kultur

Stichwort: Ozon

Name: Ozon kommt aus dem altgriechischen "ozein" für "riechen, duften"

Eigenschaften: Farbloses, in hohen Konzentrationen auch giftiges Gas

Geruch: Charakteristisch, unangenehm, in geschlossenen Räumen wahrnehmbar ab Konzentrationen von etwa 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft

Lebensdauer: 3 Tage bei 20 Grad Celsius

Verteilung in verschiedenen Höhen: Ozon ist ein natürlicher Bestandteil der Atmosphäre, der je nach Verteilung und Konzentration in der Luft unterschiedliche Funktionen und Wirkungen hat:

Stratosphäre (in 12 bis 50 Kilometer Höhe über der Erde): In dieser Höhe filtert Ozon die schädlichen Anteile der ultravioletten Strahlung aus dem Sonnenlicht und schützt dadurch Menschen und Natur.

Troposphäre (bis 12 Kilometer Höhe über der Erde): In dieser Höhe reflektiert Ozon die Wärmestrahlen von der Erde zurück. Dadurch erwärmt sich die Athmosphäre und es entsteht der Treibhauseffekt.

Bodennähe (bis 1,5 Kilometer Höhe von der Erde): Ozon in Bodennähe beeinträchtigt die menschliche Gesundheit und die Vegetation.

Entstehung: Ozon ist ein natürlicher Bestandteil der Atmosphäre. Es entsteht durch photochemische Reaktionen. Energiequelle ist das Sonnenlicht.

In der Stratosphäre wird unter Einwirkung von ultravioletter Strahlung aus Luftsauerstoff Ozon gebildet. Gleichzeitig wird Ozon durch das Sonnenlicht wieder gespalten. Im Idealfall sind diese Prozesse im Gleichgewicht, so dass die Ozonkonzentration in dieser Höhe konstant bleibt. Allerdings können chemische Substanzen wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) oder organische Halogenverbindungen dieses Gleichgewicht in Richtung Abbau von Ozon verschieben. Das führt dann zu sogenannten Ozonlöchern.

In Bodennähe entsteht Ozon ebenfalls unter Einwirkung von Sonnenlicht. Auf der einen Seite wird Stickstoffdioxid aufgespalten - es entsteht Ozon und Stickstoffmonoxid. Auf der anderen Seite entsteht aus Stickstoffmonoxid und Ozon wieder Stickstoffdioxid und Luftsauerstoff. Im Idealfall gibt es ein Gleichgewicht, dann ist die Konzentration von Ozon konstant. Abgase aus Fahrzeugen und Großfeuerungsanlagen in Kombination mit starker Sonneneinstrahlung können das Gleichgewicht stören. Es kommt zu chemischen Vorgängen, so dass mehr Ozon entsteht als abgebaut wird. Die Folge: Sommersmog.

  • Datum 06.08.2003
  • Autorin/Autor Quelle: Umweltministerium
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  • Permalink http://p.dw.com/p/3wxH
  • Datum 06.08.2003
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