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Kultur

Stichwort: Nanga Parbat

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Der 8125 Meter hohe Nanga Parbat - der "nackte Berg", wie ihn die Einheimischen nennen - ist der neunthöchste Berg der Erde. Er ist der westlichste Achttausender des Himalaya, gilt als Schicksalsberg der Deutschen und zählt heute zu den am besten erforschten Gebieten der Region. Das Ringen um den Gipfelsieg, das in den 1930er Jahren begann, gleicht einer einzigartigen alpinistischen und menschlichen Tragödie. Schon 1932, 1934 und 1937 versuchten deutsche Bergsteiger den Nanga Parbat zu bezwingen.

Erstbesteigung 1953

14 Europäer und 17 einheimische Sherpas starben bei diesen Expeditionen, unter ihnen der berühmte Alpinist Willy Merkl. Am 3. Juli 1953 erreichte der Österreicher Hermann Buhl als erster Mensch den Gipfel. Auch in den folgenden Jahren forderte der Berg immer wieder Menschenleben. Der Deutsche Sigi Löw zählte 1962 ebenso dazu wie 1970 Günther Messner, der Bruder des Südtiroler Extrembergsteigers Reinhold Messner. Beide hatten 1970 bei der "Sigi-Löw-Gedächtnisexpedition" die mit 4500 Metern höchste Steilwand der Erde, die Rupalflanke zum Nanga Parbat, durchklettert.

Rettung in letzter Minute

Zuletzt war am 13. August 2005 der tschechische Extrembergsteiger Tomaz Humar vom Nanga Parbat gerettet worden. Das pakistanische Militär holte ihn von einer Gletscherkante in 6000 Metern Höhe und rettete ihn und damit vor dem sicheren Tod. (kap)