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Stichwort: Kurden

Bis heute leben Kurden als Minderheit in der Türkei, dem Irak, dem Iran und in Syrien.

Kurden in Syrien (Foto: Christophe Petit Tesson/MAXPPP)

Kurden in Syrien

Der Name "Kurde" findet erstmals im 7. Jahrhundert Erwähnung. Damit wurden die Angehörigen unterworfener Stämme in den Bergen des türkisch-irakisch-iranischen Grenzgebietes bezeichnet. Durch Diplomatie und militärische Gewalt gliederte das Osmanische Reich im 16. Jahrhundert die meisten kurdischen Dynastien und Clans in das Großreich ein. Nach den Balkankriegen (1910 bis 1913), dem Ersten Weltkrieg und dem darauf folgendem Zerfall des Osmanischen Reiches erhofften sich die Kurden mit dem Friedensschluss von Sèvres 1920 die Erfüllung ihres Traumes von einem eigenen Kurdenstaat. Doch dieser Vertrag wurde nie umgesetzt. Im Folgevertrag von Lausanne (1923) fand Kurdistan schließlich gar keine Erwähnung mehr. Mustafa Kemal Atatürk, Gründungsvater der modernen Türkei, lehnte eine Teilautonomie oder Vollintegration strikt ab. Das ist bis heute türkische Staatspolitik.