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Europa

Stichwort: Irisch-Republikanische Armee (IRA)

'Time for Peace, Time to go' steht auf einem IRA-Graffiti, nachdem die Untergrund-Organistation im Juli 2005 ihren bewaffneten Kampf für beendet erklärt hat

"Zeit für Frieden, Zeit zu gehen" steht auf einem IRA-Graffiti, nachdem die Untergrund-Organistation im Juli 2005 ihren bewaffneten Kampf für beendet erklärt hat

Die katholische Irisch-Republikanische Armee (IRA) wurde 1919 gegründet und führte seitdem einen bewaffneten Kampf für ein vereintes Irland, bestehend aus der Republik Irland und der zu Großbritannien gehörenden Provinz Nordirland. 1969 und 1970 spaltet sich die IRA, ein Teil davon geht nach bürgerkriegsähnlichen Zuständen mit Kämpfen zwischen pro-irischen und pro-britischen Kräften in den Untergrund.

Die Unterstützung für die IRA unter der katholischen Bevölkerung Nordirlands erreicht einen Höhepunkt, als am 30. Januar 1972, dem "Bloody Sunday", britische Paramilitärs 13 Demonstranten erschießen. Seit Ende der 1960er Jahre sterben in dem Konflikt zwischen pro-britischen Protestanten und pro-irischen Katholiken 3600 Menschen. Für die Hälfte der Todesopfer wird die IRA verantwortlich gemacht, die immer wieder mit blutigen Bombenanschlägen von sich Reden macht.

1983 wird Gerry Adams Vorsitzender der Sinn-Fein-Partei, dem politischen Arm der IRA. Beide Organisationen arbeiten für das Ziel einer Vereinigung Irlands, jedoch mit unterschiedlichen Mitteln.

Im September 1994 verkündet die IRA eine Waffenruhe, die aber nicht lange hält. Erst 1997 wird eine erneute Waffenruhe ausgerufen. Ein Jahr später kündigt die IRA zudem an, dass sie ihre Waffen abgeben will. Bis es dazu kommt, dauert es jedoch noch einige Jahre. Im Juli 2005 erklärt die IRA den bewaffneten Kampf für beendet, ihre Kämpfer beginnen die Waffen abzugeben.

Ein Jahr später bestätigt eine unabhängige Beobachterkommission den anhaltenden Gewaltverzicht und die fortschreitende Entwaffnung der IRA. (kap)