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Wirtschaft

Stichwort: Internationaler Währungsfonds

Der Internationale Währungsfonds (IWF) gilt als wichtige Institution im Weltwirtschaftssystem. Wann wurde er gegründet, wer gehört ihm an und was sind seine Aufgaben?

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Währungs- und Finanzkonferenz in Bretton Woods

UN Währungskonferenz in Bretton Woods im Juli 1944

Der Internationale Währungsfonds (IWF) wurde zusammen mit der Weltbank im Juli 1944 auf der Währungskonferenz in Bretton Woods im US-Staat New Hampshire gegründet. Heute gehören beiden Institutionen mehr als 180 Staaten an.

Während die Weltbank zum Ziel hat, der Dritten Welt bei wirtschaftlicher Entwicklung und Modernisierung zu helfen, soll der IWF für eine stabile internationale Währungsordnung sorgen. Die Zentrale beider Institutionen ist in Washington.

Horst Köhler

Der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Horst Köhler

Der IWF soll Währungskrisen wie zum Beispiel die Peso-Turbulenzen 1994 in Mexiko aufspüren und frühzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen. Dazu vergibt er Kredite zum Ausgleich von Zahlungsbilanzdefiziten und schickt Berater in Länder mit Wirtschafts- und Währungsproblemen. Die Vergabe von IWF-Krediten ist meist mit drastischen Auflagen verknüpft. Dazu zählen etwa die Abwertung der Währung, Öffnung der Märkte gegenüber ausländischen Investoren, Abbau von Haushaltsdefiziten sowie Lohnmäßigung, Schuldenabbau und Privatisierungen.

Das Stimmrecht der Mitgliedsländer im IWF sowie ihr Anrecht auf das IWF-Kunstgeld namens Sonderziehungsrechte richtet sich nach den so genannten Quoten, die dem finanziellen Anteil eines Landes am Fonds entsprechen. (ap)

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