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Wirtschaft

Stichwort: Haute Couture

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Der Begriff Haute Couture ist geschützt, der Anspruch höchst elitär: Den Titel dürfen nur französische Bekleidungshäuser tragen, die zweimal jährlich in ihren eigenen Räumen ein Minimum von 50 Modellen der Tages- und Abendmode inklusive Accessoires und Schmuck präsentieren, die von mindestens 20 Näherinnen in hauseigenen Ateliers in Handarbeit angefertigt wurden.

Die Idee der Haute Couture geht auf Charles Frederick Worth zurück, der 1858 in Paris das erste Geschäft für handgearbeitete Luxuskleider eröffnete. Das Syndikat Haute Couture, das dem französischen Industrieministerium untersteht, wurde 1945 gegründet. Die 1950er Jahre waren das "Goldene Zeitalter": 1947 zählte die Haute Couture ungefähr 15.000 Kundinnen weltweit, in den 1970er Jahren waren es immerhin noch 3000, heute sind nur noch wenige hundert übrig.

Haute Couture hat ihren Preis: Ein Tageskleid kostet ca. 15.000 Euro, eine preiswerte Abendrobe 35.000 Euro. Dafür kann Madame dann aber auch sicher sein, ein exklusives Modell zu besitzen, das sie nicht auf jeder x-beliebigen Party an anderen – und womöglich attraktiveren – Frauen wiedersieht. Zu den "Großabnehmerinnen" der Haute Couture zählt die libanesische Milliardärin Mona Ayoub: Sie soll mehr als 1000 Roben besitzen. Auch Aufträge von reichen Amerikanerinnen und Bestellungen aus den Golfstaaten sind gerne gesehen und haben schon so manchem Haus das Überleben gesichert.

Das Gegenteil von Haute Couture ("hohe Schneiderkunst") ist Pret-á-Porter ("fertig zum Tragen"), also Konfektion von der Stange. (arn)

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