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Politik

Stichwort: Gruppe der Acht (G8)

Die G8-Staaten treffen sich offiziell zu "informellen Beratungen", aber unpolitisch sind sie deshalb nicht. Im Zuge des weltweiten Anti-Terror-Kampfes wurde eine neue Ausrichtung beschlossen.

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Tagungen am laaaaangen Tisch

Der so genannten Gruppe der Acht (G8) gehören die sieben führenden Industrienationen der Welt - Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland, Kanada, Japan, die USA - und Russland an. Die G8 gilt nicht als internationale Organisation, da ihre Treffen lediglich informell sind. Im Fokus der Beratungen sind unter anderem häufig die Arbeitslosigkeit in den Industrienationen und die wirtschaftliche und soziale Situation in den Entwicklungsländern.

Jedoch verlagert sich der Schwerpunkt von ökonomischen Themen zunehmend auf das weltpolitische Geschehen. So löste der Irak-Krieg Konflikte innerhalb der Gruppe aus. Diese wurden allerdings auf dem Weltwirtschaftsgipfel 2003 in Evian für beendet erklärt. Zugleich wurden Aktionspläne für den gemeinsamen Kampf gegen den Terrorismus und für die Schaffung einer Terrorismus-Abwehrgruppe beschlossen.

Struktur der G8

Einmal im Jahr treffen die Staats- und Regierungschefs der G8 beim Weltwirtschaftsgipfel aufeinander. An diesen Beratungen können auch der Präsident der Europäischen Kommission sowie Regierungsvertreter anderer Staaten teilnehmen. Im Rahmen dieser Treffen kommt es regelmäßig zu Demonstrationen von Globalisierungsgegnern.

Ursprünglich wurde die Gruppe 1975 als G6 vom französischen Präsidenten Valéry Giscard d’Estaing und Bundeskanzler Helmut Schmidt mit den Mitgliedern Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Großbritannien und USA gegründet. 1976 wurde Kanada aufgenommen und die Runde zur G7 erweitert. In der aktuellen Zusammensetzung besteht die Gruppe erst seit 1998, als Russland zum Vollmitglied ernannt wurde. Zurzeit bemüht sich Spanien um eine Aufnahme in die G8.