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Welt

Stichwort: Golanhöhen

Seit Jahrzehnten streiten sich Israel und Syrien um die Golanhöhen. Das Grenzgebiet von Israel, Syrien, Jordanien und Libanon gilt als besonders fragil.

Bei den Golanhöhen handelt es sich um einen dünn besiedelten, hügeligen Landstrich im Südwesten von Syrien, der seit dem Sechstagekrieg 1967 größtenteils von Israel kontrolliert wird. Israel macht dafür militärstrategische Gründe geltend. Syrien nutzte die Golanhöhen lange als militärischen Stützpunkt, um israelische Gemeinden zu beschießen. Nach der Besetzung vertrieben die Israelis nahezu alle arabischen Bewohner, ließen die Drusen aber größtenteils dort wohnen. Später bot Israel ihnen an, die israelische Staatsbürgerschaft zu erwerben. Das nahmen aber nur wenige Drusen an.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen forderte Israel noch im November 1967 zum Rückzug auf. Doch die Resolution wurde nicht umgesetzt. Im Jom-Kippur-Krieg 1973 konnte Syrien die Golanhöhen teilweise zurückerobern. Diese Gebiete gingen jedoch im Verlauf der Kämpfe wieder verloren.

1250 Blauhelme wachen

Ein Jahr später schlossen Syrien und Israel eine Waffenruhe, die von Blauhelmsoldaten der Vereinten Nationen überwacht wird. Etwa 1250 Soldaten aus Indien, den Philippinen, Irland, den Niederlanden, Nepal und von den Fidschi-Inseln sind dort im Einsatz. Sie kontrollieren auch die Pufferzone zwischen dem 1981 von Israel annektierten Teil der Golanhöhen und dem restlichen syrischen Staatsgebiet.

Die Beobachtertruppe für Truppenentflechtung (UNDOF) gehört zu den am längsten andauernden Missionen der Vereinten Nationen. Das Grenzgebiet von Israel, Syrien, Libanon im Norden und Jordanien im Süden gilt als besonders fragil. Hinzu kommt, dass es seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien im Frühjahr 2011 auf dem syrischen Teil der Golanhöhen immer wieder Kämpfe zwischen Rebellen und den Truppen von Präsident Baschar al-Assad gibt. 2013 hatten syrische Rebellen bereits Blauhelme von den Philippinen gefangen genommen. Sie kamen nach einigen Tagen wieder frei.

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