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Politik

Stichwort: Exit

Exit ist ein Ausweg für Rechtsextremisten. Das Aussteigerprogramm hilft beim Ausstieg aus der Szene.

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Oft bleibt nur der Notausgang

Norwegische Wissenschaftler und Polizisten erfanden schon 1995 das Modell eines Aussteigerprogramms für Rechtsextremisten. Unter dem Arbeitstitel “Exit“ gelangte diese staatliche Initiative auch nach Schweden und wurde dort 1998 weiter entwickelt. Unter Mitwirkung ehemaliger Szeneangehöriger unterstützt “Exit“ Rechtsextremisten bei ihrem Ausstieg.

Im Jahr 2000 startete das Zentrum für demokratische Kultur ein “Exit“-Programm in Deutschland. Initiatoren waren ehemalige Berliner Polizisten Bernd Wagner und der Ex-Neonazi Ingo Hasselbach, dem Wagner bei seinem Ausstieg aus der Szene im Jahr 1993 geholfen hatte. Beide wussten, das die rechte Szene niemanden so einfach gehen lässt. Das privat finanzierte Projekt “Exit“ hilft Angehörigen der Szene, aber auch Eltern von rechtsextremen Jugendlichen.

Voraussetzung für die Hilfe von “Exit“ ist Freiwilligkeit: Die Initiative für den Ausstieg muss vom Angehörigen der Szene selbst ausgehen. Er muss bereit sein, offen über seine Zeit in der Szene zu sprechen und Verantwortung für sein Verhalten übernehmen.

Die meisten, die sich bei “Exit“ melden, sind zwischen 17 und 27 Jahre alt. Darunter sind Mitglieder von Kameradschaften, rechte Parteigänger, Neonazis mit Strafverfahren oder in Haft. Gründe für den Ausstieg sind oft Schlüsselerlebnisse wie Gewaltexzesse in der Szene. Bis heute zählt “Exit“ nach eigenen Angaben über hundert Aussteiger.

Ausstiegswillige Rechtsextremisten können sich bei der “Exit“-Hotline melden: +49 0171 7136452.

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