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Wirtschaft

Stichwort: Eurotunnel

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Eurotunnel von der französischen Seite

Der Bau des 50 Kilometer langen Tunnels unter dem Ärmelkanal ist das größte privat finanzierte Infrastrukturprojekt Frankreichs und Großbritanniens. "Keinen Penny" wollte die britische Premierministerin Margaret Thatcher 1986 aus Steuermitteln für das Projekt ausgeben. Daran werden wohl auch die aktuellen Regierungen in Frankreich und Großbritannien nichts ändern.

Sich an dem Eurotunnel-Projekt zu beteiligen, war einmal Ehrensache in Frankreich. Die damalige französische Regierung hatte die Bevölkerung dazu aufgerufen, in das Prestigeprojekt zu investieren. 65 Prozent der Betreibergesellschaft sind im Besitz von Kleinaktionären. Die übrigen Anteile werden von institutionellen Investoren gehalten.

Insgesamt hat der Bau des Eurotunnels rund 15 Milliarden Euro gekostet, doppelt so viel wie veranschlagt. Hinzu kamen noch einmal 20 Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln, die für den Bau von Infrastruktur rund um die Anlage notwendig wurden.

Sieben Jahre brauchten insgesamt rund 15.000 Arbeiter, um den Eurotunnel fertig zu stellen. Gegraben wurde von britischer und französischer Seite aus gleichzeitig. Am 1. Dezember 1990 trafen die Tunnelröhren aufeinander. Am 6. Mai 1994 wurde der Tunnel von Königin Elisabeth II. und dem französischen Präsidenten François Mitterrand feierlich eröffnet.

39 Kilometer des Tunnels verlaufen unterseeisch, im Durchschnitt 40 Meter unter dem Meeresgrund. Innerhalb des Tunnels erreichen die Passagierschnellzüge eine Höchstgeschwindigkeit von 140 Kilometer pro Stunde. Die Reise dauert etwas mehr als eine halbe Stunde. (stl)

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