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Wirtschaft

Stichwort: Entschädigung für Zwangsarbeiter

Wie viel wurde gezahlt und an wen?

4,2 Milliarden Euro wurden bisher ausgezahlt - etwa 96 Prozent der Mittel, die für die Entschädigung der ehemaligen Zwangsarbeiter zur Verfügung gestellt worden sind. Gezahlt wurde an 1,6 Millionen Empfänger, von denen über 80 Prozent in Osteuropa leben. Der Rest in aller Welt, darunter auch Juden, die überlebt haben und ausgewandert sind, entweder nach Israel, in die USA, nach Südafrika, Australien und Argentinien. Laut Stiftung gibt es ehemalige Zwangsarbeiter in aller Welt.

Zwei Gruppen von Sklavenarbeitern

Ingesamt hat die Stiftung zwischen zwei Gruppen von Sklavenarbeitern unterschieden: Zum einen KZ-Häftlinge, die während der Haftzeit Zwangsarbeit leisten mussten, vor allem in Auschwitz. Sie bekamen etwa 7500 Euro Entschädigung. Und es gab jene, die aus den von der Wehrmacht okkupierten Ländern nach Deutschland in Betriebe und Privathaushalte verschleppt wurden. Sie erhielten einen Betrag von 2500 Euro.

Sklavenarbeiter für medizinische Versuche

Eine besondere Opfergruppe bildeten jene Sklavenarbeiter, an denen medizinische Versuche durchgeführt wurden - etwa zur Erprobung von Impfstoffen gegen Pocken, Typhus und Diphtherie. Dilettantisch durchgeführt und wissenschaftlich bedeutungslos waren diese Menschenversuche für die Häftlinge zumeist tödlich, viele starben, die wenigen Überlebenden behielten gesundheitliche und psychische Schäden für ihr ganzes Leben. Etwa 50 Millionen Euro wurden an diese Gruppe gezahlt. (kap)