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Kultur

Stichwort: Die Chinesische Mauer

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Die ältesten Abschnitte der Chinesischen Mauer im Norden Chinas sind über 2000 Jahre alt: Im Jahr 221 v. Chr., zur Zeit der Quin-Dynastie, wurde mit dem Bau des Schutzwalls begonnen. Die Mauer sollte Nomaden und Eindringlinge aus dem Norden abhalten.

Komplett ausgebaut wurde sie während der Ming-Dynastie (1368-1644), seitdem ist sie mindestens 6350 Kilometer lang. Millionen von Arbeitern wurden damals zwangsverpflichtet, die durchschnittlich sieben Meter hohe und sieben Meter breite Mauer zu errichten.

"Für das Kaiserreich der Ming war die Mauer von außerordentlicher Bedeutung", sagt Bernhard Giesen, Soziologe an der Universität Konstanz. "Die Chinesen wurden trotz Mauer ein paar Mal von den Mandschuren und Mongolen überrannt", erklärt er. "Aber ihre Kultur hat sich über die Jahrtausende als stärker erwiesen als die der Eroberer. Insofern ist die Mauer ein nationales Symbol der Überlegenheit."

Seit 1987 gehört die Mauer zum Weltkulturerbe der UNESCO: Sie sei ein Meisterwerk menschlichen Schöpfergeistes und ein bedeutendes Baudenkmal, das auf außergewöhnliche Art Zeugnis ablege von einer jahrhundertealten kulturellen Tradition, heißt es in der Begründung.