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Kultur

Stichwort: Cassini und Huygens

Die Raumsonden "Cassini" und "Huygens" sind nach zwei der berühmtesten europäischen Astronomen des 17. Jahrhunderts benannt worden: Giovanni Cassini und Christiaan Huygens.

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Christiaan Huygens


Giovanni Domenico Cassini entdeckte 1675 die Teilung des Saturnrings, den heute nach ihm benannten "cassinischen Streifen". Er wurde 1625 in Perinaldo bei Nizza geboren. Cassini war von 1650 bis 1668 Professor in Bologna, wurde dann 1668 von König Ludwig XIV. von Frankreich an die Akademie der Wissenschaften nach Paris berufen, wo er ab 1669 Direktor der gerade erbauten Akademiesternwarte wurde. In Frankreich änderte er später auch seinen Vornamen in Jean Dominique. 1665 entdeckte Cassini die Abplattung des Jupiter, er bestimmte die Rotationsperioden von Mars, Venus und Jupiter und berechnete die Perioden der Jupitermonde. Außerdem entdeckte er vier Saturnmonde: 1671 Iapetus, 1672 Rhea und 1684 Tethys und Dione. Cassini starb 1712 in Paris.

Nicht weniger Anteil an der Erforschung des Saturnsystems hatte der niederländische Mathematiker, Physiker, Astronom und Uhrenbauer Christiaan Huygens, der 1629 in Den Haag geboren wurde. Huygens arbeitete seit 1655 am Bau von Mikroskopen und Fernrohren. 1655/56 entdeckte er als erster mit einem selbst gebauten Fernrohr den Ring des Saturns und den Mond Titan. Huygens beschäftigte sich auch mit Tangentenproblemen und der Bestimmung von Schwerpunkten. 1657 erschien sein Lehrbuch der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Sein ganzes Leben lang arbeitete Huygens an der Verbesserung der Pendeluhr. 1678 formulierte er die Wellentheorie des Lichts. Mit dieser Theorie konnte er Reflexion und Brechung erklären. Nach ihm benannt wurde das huygenssche Prinzip zur Erklärung der geradlinigen Ausbreitung des Lichts im Wellenbild. Huygens starb 1695 in Den Haag. (ap)

  • Datum 14.01.2005
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  • Permalink http://p.dw.com/p/67af
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