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Deutschland

Stichwort: Bundesland Hessen

Hessen - Das Land in der Mitte Deutschlands ist im Norden ländlich und waldreich, im Süden ein wirtschaftsstarkes Ballungszentrum mit Banken und jährlicher Buchmesse.

Karikatur: Frankfurter Skyline in Geldsack (Quelle: DW)

Die Skyline von "Mainhattan" und eine florierende Wirtschaft sind längst nicht alles, was Hessen zu bieten hat

Hessen sieht sich selbst als das wirtschaftsstarke Bundesland in der Mitte Deutschlands. Gemessen an der Bevölkerungszahl kommt es mit 6,07 Millionen Einwohnern auf Rang 5 der Bundesländer, mit einer Fläche von 21.115 Quadratkilometern liegt es auf Rang 7. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 35.700 Euro je Einwohner (Stand 2007) liegt Hessen wirtschaftlich an der Spitze der deutschen Flächenländer.

Waldreiche Mittelgebirge vom Reinhardswald im Norden über Rhön und den vulkanischen Vogelsberg bis zu Taunus und Odenwald im Süden prägen die hessische Landschaft. Im Süden des Landes liegen auch die zwei Weinbaugebiete Rheingau und Hessische Bergstraße.

"Kraftzentrum" Frankfurt

Als Wiege der deutschen Demokratie gilt die Paulskirche in Frankfurt am Main. Hier wurden vor 160 Jahren, im Revolutionsjahr 1848/49, erstmals bürgerliche Grundrechte der Deutschen in einem Verfassungsentwurf formuliert.

Kraftzentrum der Wirtschaft sind die Banken- und Börsenmetropole Frankfurt und die umliegende Rhein-Main-Region. Der Frankfurter Flughafen ist der verkehrsreichste in Deutschland und der drittgrößte in Europa. Knapp 54,2 Millionen Passagiere wurden 2007 gezählt. Mit etwa 70.000 Jobs gilt der Flughafen als größte lokale Arbeitsstelle Deutschlands.

Finanzhauptstadt, nicht Landeshauptstadt

Nationalversammlung in der Paulskirche (Quelle: Archiv f.Kunst & Geschichte)

Die Eröffnung der Nationalversammlung im Jahre 1848 in der Paulskirche

Frankfurt am Main ist zwar die größte Stadt Hessens, Hauptstadt des Bundeslandes ist aber die benachbarte Beamten- und Kurstadt Wiesbaden, wo der Landtag im alten Wiesbadener Stadtschloss residiert.

Frankfurt am Main – der Rhein-Nebenfluss wird mit genannt, weil es auch an der Oder ein Frankfurt gibt – hatte bei Gründung der (westdeutschen) Bundesrepublik 1949 Chancen, zur Hauptstadt ernannt zu werden – doch dann gab es eine knappe Mehrheit für Bonn. Die Main-Metropole wurde stattdessen die Finanzhauptstadt Deutschlands und das ist sie bis heute.

Geballte Industrie

Bankenhochhaus (Quelle: AP)

In Frankfurt haben Geldinstitute wie die Dresdner Bank ihren Sitz

Die aktuelle Krise hat hier weithin sichtbare Aktionszentren: Am Sitz der Europäischen Zentralbank ragen Wolkenkratzer von Großbanken und Versicherungen in den Himmel, was dem Ort den Spitznamen "Mainhattan" eintrug.

Auch die so genannte Realwirtschaft ist im Ballungszentrum an Rhein und Main stark vertreten. Die zweitwichtigste deutsche Industrieregion nach dem Ruhrgebiet ist geprägt von Chemie und Fahrzeugbau wie bei Opel-Rüsselsheim. Autos aus aller Welt sind bei der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt zu sehen.

Goethes Geburtsstadt

Statue von Adam Opel (Quelle: AP)

Von der Wirtschaftskrise ist auch das Opelwerk in Rüsselsheim betroffen

Unternehmergeist und Kultur gehen alljährlich im Herbst auf der Frankfurter Buchmesse eine florierende Beziehung ein. Gern rühmt man sich in der Geburtsstadt Johann-Wolfgang von Goethes der weltgrößten Literaturschau. Zum Abschluss wird stets in der Paulskirche der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. Das nordhessischen Kassel ist alle fünf Jahre Gastgeber der internationalen Kunstschau "documenta".

Hessen ist von sechs deutschen Bundesländern umgeben und hat keine deutsche Außengrenze – doch ist der größte deutsche Verkehrsflughafen Frankfurt Airport das wichtigste deutsche Lufttor zur Welt.

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