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Kultur

Stichwort: Bollywood

Indien produziert pro Jahr etwa 800 Filme - mehr als Hollywood. Dennoch ist wenig über das indische Kino bekannt. Nur Bollywood, die Hindi-Filmindustrie, ist im Westen populär.

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Szene aus "Sometimes Happy, Sometimes Sad"

Bollywood ist ein Wortspiel aus Hollywood und der indischen Finanzmetropole Bombay (heute: Mumbay). Die bekannten Studios sind Filmalaya und Film City im Norden der Stadt. Die Filme sind nicht nur in Indien beliebt, sondern auch in Kanada, den USA, Großbritannien, den arabischen sowie anderen asiatischen Staaten. Und sie sind ein Inbegriff für farbenfrohen Kitsch.

Die Filme dauern im Durchschnitt zweieinhalb bis vier Stunden, mit einer Unterbrechung. Charakteristisch sind die musical-ähnlichen "Song and Dance"-Szenen. Als die erfolgreichsten Bollywood-Produktionen aller Zeiten gelten "Sholay" und "Dilwale Dulhania Le Jayenge". "Scholay" lief fünf Jahre lang ununterbrochen in den indischen Kinos. "Dilwale Dulhania Le Jayenge" wurde in einem Kino 450 Wochen lang gezeigt.

Wer als Cineast etwas auf sich hält, verweist lieber auf das alternative, nicht kommerzielle Kino aus Indien, das vielfach ausgezeichnete Regisseure wie Satyajit Ray hervorgebracht hat. Der internationale Erfolg des indischen Films inspiriert die Filmemacher inzwischen zu neuen Experimenten. Bis jetzt waren Kitsch und Kunst in Indien streng voneinander getrennt. Diese Trennung löst sich langsam auf. (Esselborn / arn)