1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Kultur

Stichwort: Berliner Akademie der Künste

Die Berliner Akademie der Künste hat etwa 370 in- und ausländische Mitglieder aus Ost und West. Sie beruft sich auf die Tradition der 1696 gegründeten Preußischen Akademie der Künste, die Kunst zu fördern und den Staat in Fragen der Kunst "zu beraten und zu unterstützen". Die Gründung der Künstlersozietät erfolgte noch unter dem brandenburgischen Kurfürsten Friedrich III.

Zur Zeit des Nationalsozialismus verließen wegen des politischen Drucks Künstler und Autoren wie Käthe Kollwitz, Max Liebermann und und Heinrich Mann die Akademie. Nach dem Krieg erfolgten in beiden Teilen Berlins Neugründungen, erst 1993 wurden sie zusammengeführt. Zu Beginn 2004 wurde die Akademie vom Bund übernommen.

Im Sommer 1999 wurde der 56 Millionen Euro teure Neubau der Akademie an ihrem früheren Stammsitz am Pariser Platz nach dem Entwurf des Bonner Bundestags- und Münchner Olympia-Architekten Günter Behnisch begonnen. Als Dependance bleibt der bisherige Bau am Hanseatenweg im Tiergarten bestehen.

Akademie-Präsident ist seit Mai 2003 der Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg. Zu seinen Vorgängern gehörten Walter Jens und György Konrad. Zu den Mitgliedern zählen unter anderem die Schriftsteller Günter Grass und Christa Wolf, die Filmemacher Ingmar Bergman und Volker Schlöndorff, der Sänger Dietrich Fischer-Dieskau, der Dirigent Kurt Masur sowie die Theatermacher Thomas Langhoff und Frank Castorf.

In der Akademie bestehen die Abteilungen Bildende Kunst, Baukunst, Musik, Literatur, Darstellende Kunst und Film- und Medienkunst sowie eine Stiftung für die Betreuung der Archive mit über 800 Nachlässen. Sie verfügt damit über das bedeutendste Archiv zur Kunst des 20. Jahrhundert im deutschen Sprachraum, das zu Teilen ebenfalls an den Pariser Platz zurückkehren wird. Dazu gehören unter anderem die Archive von Elisabeth Bergner, Bertolt Brecht, Günter Grass, Käthe Kollwitz, Fritz Kortner, Heinrich Mann, Hans Werner Richter, Erwin Piscator, Anna Seghers, Peter Weiss, Heiner Müller und Arnold Zweig. (kas)

  • Datum 23.05.2005
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/6gPx
  • Datum 23.05.2005
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/6gPx