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Politik

Stichwort: Armenien

Die frühere Sowjetrepublik Armenien ist seit 1991 ein unabhängiger Staat. Das Land ist etwa so groß wie Brandenburg, die Hauptstadt heißt Eriwan. Armenien liegt zwischen der Türkei, Iran, Aserbaidschan und Georgien.

Karte Armenien (Quelle: DW-TV)

Die Armenier sind das älteste christliche Volk der Welt: Im Jahr 301 wurde das Christentum zur Staatsreligion ernannt. Heute leben in Armenien etwa 3,2 Millionen Menschen. Im benachbarten Georgien sind sie mit 400.000 die stärkste Minderheit, im verfeindeten Aserbaidschan nur eine Randgruppe (über 100.000). Ungefähr acht Millionen Armenier leben im Ausland über die ganze Welt verstreut. Die Diaspora reicht vom Vorderen Orient bis Nordamerika, wo mindestens 600.000 Armenier eine Heimat gefunden haben. Mehrere 100.000 leben in Europa, vor allem auch in Frankreich.

In der Türkei, die zu Zeiten des Osmanischen Reiches gegen Ende des 19. Jahrhunderts noch 2,5 Millionen Armenier beherbergte, gibt es nur noch eine kleine Minderheit. 1915, im Ersten Weltkrieg, begann die Regierung der Jungtürken, die Armenier aus ihrem Staatsgebiet zu vertreiben und auszurotten. Bis zu 1,5 Millionen Armenier starben bei den Deportationen oder wurden getötet. Weil die Türken die Armenier als gefährliche ausländische Elemente auf der Seite Russlands sahen, vertrieben sie sie Richtung Syrien und Irak. Die Türkei geht offiziell von etwa 200.000 Toten aus.

Heute leben noch etwa 80.000 Armenier in der Türkei. Der 5165 Meter hohe Berg Ararat ist das nationale Symbol Armeniens und liegt heute auf türkischem Gebiet. Auf dem Ararat soll die Arche Noah nach der Sintflut gelandet sein. Beide Länder beanspruchen den Berg für sich als Nationalsymbol. Nach Jahrhunderten der Fremdherrschaft durch Assyrer und Römer, Türken und Russen wurde Armenien erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 ein eigenständiger Staat. (arn/wa)

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