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Europa

Stichwahl entscheidet über neuen Präsidenten

Am Mittwoch (14.4.) waren die Wahlberechtigten in Mazedonien aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Keiner der Kandidaten erreichte die absolute Mehrheit, so dass in zwei Wochen eine Stichwahl entscheiden muss.

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Der vorgezogene Urnengang war nach dem Tod des Präsidenten Boris Trajkovski bei einem Flugzeugabsturz im Februar notwendig geworden. Der aussichtsreichste Kandidat, Ministerpräsident Branko Crvenkovski, erhielt zwar die meisten Stimmen. Er verfehlte aber mit knapp 47 Prozent die absolute Mehrheit, so dass am 28. April eine Stichwahl mit dem Zweitplazierten, Sasko Kedev (37 Prozent), über den neuen Präsidenten entscheidet.

Mazedonien erlebte eine relativ ruhige Wahl. Doch lag die Wahlbeteiligung bei nur 55 Prozent, die bisher niedrigste bei Wahlen. Der Favorit für die Stichwahl, Branko Crvenkovski, Crvenkovski verlor in den Vergangenheit zwar an Popularität, da es ihm als Regierungschef nicht gelang, die wirtschaftliche Lage deutlich zu verbessern. Seine Chancen sieht er aber darin, Mazedonien in die Moderne und sicher in die NATO und in die EU zu fuhren.

Das Image im Ausland soll verbessert werden

Auch Kedev will Wohlstand für sein Land, aber sein Wahlslogan "ein neues Gesicht Mazedoniens" bleibt blass. Ihm fehlen die Visionen, um sein Land aus der wirtschaftliche Misere und der großen Arbeitslosigkeit herausführen zu können. Nur mit Vorwürfen gegen die regierende Partei kann er kaum etwa erreichen. Die Wähler erwarten vom künftigen Präsidenten vor allem, dass er das Image des Landes im Ausland verbessert. Kedev, der längere Zeit in Italien und den USA verbrachte, könnte diese Rolle übernehmen. Aber er ist zu unerfahren im Vergleich mit Crvenkovski, der als jüngster Premierminister Europas schon 1992 die Regierung führte.

Die chancenlosen Kandidaten der albanischen Minderheit nutzten die Wahlen, um sich als stärkste Kraft der Albaner zu etablieren. Von den Stimmen ihrer Anhänger hängt es ab, welcher der beiden mazedonischen Kandidaten das Rennen macht. Vor allen Dingen aber entscheiden die Wähler, ob die erforderliche Wahlbeteiligung von mehr als 51 Prozent erreicht und damit die Stichwahl gültig wird.

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